Zusammenhang zwischen Post-COVID und Beschäftigungsstatus

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Für viele Betroffene ist COVID-19 nach der akuten Phase der Erkrankung noch nicht vorbei. Sie haben mit Langzeitbeeinträchtigungen zu kämpfen, die auch die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigen können. Mit der Prävalenz von Arbeitslosigkeit unter Personen mit und ohne Post-COVID haben sich die Autoren einer neuen Studie beschäftigt.

Sie analysierten Daten aus 8 Wellen einer bevölkerungs- und internetbasierten, nichtwahrscheinlichkeitsbasierten Befragung in 50 US-Bundesstaaten im Zeitraum Februar 2021 bis Juli 2022. Die Befragten waren zwischen 18 und 69 Jahre alt. Post-COVID war in der Befragung definiert als die Dokumentation persistierender Symptome ≥2 Monate nach dem 1. symptombelasteten Monat, die durch einen positiven COVID-19-Test bestätigt wurden.

Die Kohorte umfasste 15.308 Umfrageteilnehmer, bei denen ein Test ≥2 Monate zuvor eine COVID-19-Erkrankung bestätigt hatte. Von diesen Personen berichteten 2236 (14,6%) über Post-COVID-Symptome, darunter 1027 (45,9%), die angaben, an Gehirnnebel oder Gedächtnisstörungen zu leiden. Das Durchschnittsalter betrug 38,8 (SD 13,5) Jahre, bei 9679 der Befragten (63,2%) handelte es sich um Frauen und 10.720 (70,0%) waren Weiße.

Insgesamt gaben 1418 von 15.308 Befragten (9,3%) an, nicht erwerbstätig zu sein, darunter 276 (12,3%) der Personen mit Post-COVID und 1142/13.071 (8,7%) derjenigen, die nach eigenen Angaben nicht an Post-COVID litten. 8229 Befragte (53,8%) arbeiteten in Vollzeit, davon 1017 (45,5%) mit und 7212 (55,2%) ohne Post-COVID.

In umfragegewichteten Regressionsmodellen ohne Befragte, die sich im Ruhestand befanden, war das Vorhandensein von Post-COVID mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit dafür verbunden, in Vollzeit einer Erwerbstätigkeit nachzugehen (OR 0,71; 95%-KI 0,63–0,80; adjustierte OR 0,84; 95%-KI 0,74–0,96) sowie mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Arbeitslosigkeit (OR 1,45; 95%-KI 1,22–1,73; adjustierte OR 1,23; 95%-KI 1,02–1,48).

Litten die von Post-COVID Betroffenen an einem Symptom, das sich auf die kognitiven Fähigkeiten bezog, war dies mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit dafür assoziiert, in Vollzeit zu arbeiten (OR 0,70; 95%-KI 0,56–0,88; adjustierte OR 0,75; 95%-KI 0,59–0,84).

Fazit
Post-COVID wird mit einer größeren Wahrscheinlichkeit von Arbeitslosigkeit und einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Vollzeitbeschäftigung in Verbindung gebracht. Das Vorhandensein von kognitiven Symptomen war mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Vollzeitbeschäftigung verbunden. Die Studienautoren betrachten ihre Forschungsergebnisse als Bestätigung dafür, dass dringend Strategien zur Behandlung und Bewältigung von Post-COVID-Symptomen entwickelt werden müssen. (ac)

Autoren: Perlis RH et al.
Korrespondenz: Roy H. Perlis; [email protected]
Studie: Association of Post-COVID-19 Condition Symptoms and Employment Status
Quelle: JAMA Netw Open 2023;6(2):e2256152.
Web: https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2022.56152