Zwei Leipziger Forscher schreiben am „Human Cell Atlas“ mit26. September 2019 Diese Fettzellen wollen Prof. Körner und Prof. Blüher mit internationalen Kollegen für den “Human Cell Atlas” kartieren. Universität Leipzig Die Mediziner Prof. Dr. Antje Körner und Prof. Dr. Matthias Blüher kartieren in den beiden kommenden Jahren zusammen mit Wissenschaftlern aus Israel und Neuseeland die menschlichen Fettzellen. Das Wissen fließt ein in den „Human Cell Atlas“ (HCA), ein Atlas der menschlichen Zellen, der grundlegende Prozesse des Organismus erfasst und so Krankheiten besser diagnostizieren und behandeln lässt. Die Karte soll auch Auskunft darüber geben, welche Gene in den Zellen gerade aktiv sind. Das Projekt, an dem Forscher weltweit beteiligt sind, wird von der Chan Zuckerberg Initiative des Facebook-Chefs Mark Zuckerberg und seiner Frau Priscilla Chan unterstützt. „Human Cell Atlas“ vergleichbar mit Humangenomprojekt Prof. Dr. Antje Körner und Prof. Dr. Matthias Blüher machen sich nun zusammen mit einem internationalen Team auf die Suche nach den Adipozyten und kartieren sie dreidimensional für den Atlas. „Der ‚Human Cell Atlas‘ ist ein sehr ambitioniertes und wichtiges Projekt. Viele vergleichen es mit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Nur wenn wir wissen, welche Zellen den gesunden Menschen ausmachen und wie sie untereinander agieren, können wir mit dem Fettgewebe assoziierte Krankheiten besser verstehen und behandeln“, sagt Prof. Dr. Matthias Blüher, Professor für Molekularpathogenese von Stoffwechselkrankheiten an der Universität Leipzig und Leiter der Adipositas-Ambulanz für Erwachsene am Universitätsklinikum Leipzig. Forscher ermitteln genetischen Fingerabdruck der Zellen Ihr Projekt zur „Abbildung der menschlichen Fettgewebezellen und der interzellulären Kommunikation“ wurde als eines von 38 kooperativen Wissenschaftsteams ausgewählt und erhält nun eine Förderung durch die Chan Zuckerberg Initiative. An den Standorten in Israel, Neuseeland und Leipzig untersuchen die Forscher das Fettgewebe von gesunden Frauen und Männern unterschiedlicher ethnischer Gruppen. Dabei wenden sie die Methode der Einzelzellkern-Sequenzierung an. Die Forscher messen dazu die Aktivität der Boten-RNA-Moleküle (mRNA), die den genetischen Code übermitteln und darüber Auskunft geben, welche Gene in der Zelle aktiv sind. „Das ist für uns eine ganz wichtige Information. Aus diesen Genexpressionsprofilen können wir ableiten, wie zu viel, falsch verteiltes und krankhaft verändertes Fettgewebe zu Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und sogar einigen Krebsarten beitragen kann“, sagt Prof. Dr. Antje Körner, Professorin für Allgemeine Pädiatrie/Pädiatrische Forschung an der Medizinischen Fakultät und Leiterin des Forschungslabors am pädiatrischen Forschungszentrum des Universitätsklinikums Leipzig. Vor ihnen liegen nun Millionen von Zellen, deren Kommunikationswege das Projekt auch abbilden will.
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