Zweieinhalb Jahre Mitarbeit in der Nationalen Dekade gegen Krebs: BNHO zieht positive Bilanz1. Oktober 2021 Bild: ©blende11.photo – stock.adobe.com Im April 2019 nahmen die Arbeitsgruppen „Große ungelöste Fragen der Krebsforschung“ und „Wissen generieren durch Forschung und Versorgung“ im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs ihre Arbeit auf. Der Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen (BNHO e.V.) ist mit seinem Vorstandsvorsitzenden Prof. Wolfgang Knauf und dessen Stellvertreter PD Dr. Thomas Illmer in beiden Gruppen vertreten und zeigt sich angesichts erster Ergebnisse zufrieden. „Die Nationale Dekade gegen Krebs ist eine auf zehn Jahre angelegte Initiative mit dem Ziel, durch gebündeltes Wissen und Forschen eine immer besser werdende Versorgung von Patienten sicherstellen zu können. Ein Viertel dieser Dekade liegt inzwischen hinter uns“, resümiert Knauf. „Für den BNHO hat das bisherige Engagement einen Schub an Aktivitäten ausgelöst.“ Knauf, der auch Mitglied des impulsgebenden Strategiekreises ist, der Linie und Ausrichtung der Dekade festlegt, hebt insbesondere die gelingende intersektorale Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure hervor: „Der intensive und offene Austausch in den Gruppen macht unterschiedliche Systeme enger miteinander vertraut, fördert das Verständnis zwischen niedergelassenen Hämatologen und Krankenhäusern und unterstützt so die wissensgenerierende Versorgung.“ Die umfassende Vernetzung über Disziplingrenzen hinweg, Transparenz und Teamgeist im Rahmen der Dekade sind für viele BNHO-Mitglieder Antriebsfedern für die Umsetzung größerer Projekte, z.B. von Kooperationsmodellen im Bereich der Therapie des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) oder Versorgungsforschungsprojekten in anderen Entitäten, zum Beispiel in der Hämatologie. „Um Forschung und Versorgung noch enger miteinander zu vernetzen, bedarf es dringend finanzieller und personeller Unterstützung beim Aufbau tragfähiger digitaler Netzwerkstrukturen. Wichtig ist die Etablierung partnerschaftlich genutzter Datenbanken“, so Knauf, der sich darüber hinaus einen Bürokratieabbau zur Teilnahme an klinischen Studien wünscht. Nächstes großes Ziel der in der Initiative gemeinsam engagierten Fachleute ist eine europaweite Vernetzung und daraus resultierende Entwicklung eines europäischen Krebsplans, um allen Menschen in Europa den gleichen Zugang zu einer bestmöglichen Prävention, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge zu ermöglichen.
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