100.000 Euro für Erforschung der Elektrostimulation bei MS16. Mai 2018 Ein Würzburger Forschungsprojekt untersucht die Möglichkeiten, mit einer nicht invasiven Elektrostimulation des Gehirns den Gang von MS-Patienten zu stabilisieren. Illustration: © psdesign1 – Fotolia.com Dr. Carine Nguemeni, Postdoktorandin an der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg, erhält von der Hertie-Stiftung eine Forschungsförderung in Höhe von 100.000 Euro. Die Wissenschaftlerin untersucht die Möglichkeiten, mit einer schmerzfreien, nicht invasiven Elektrostimulation des Gehirns den Gang von MS-Patienten zu stabilisieren und deren Sturzrisiko zu vermindern. Viele MS-Betroffene entwickeln eine zunehmende motorische Behinderung. Der Gang wird unsicher, die Gefahr von Stürzen steigt. Hier setzt das Forschungsprojekt von Dr. Carine Nguemeni an. Die aus Kamerun stammende Wissenschaftlerin arbeitet seit dem Jahr 2016 als Postdoktorandin an der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg (UKW). In der neurophysiologischen Arbeitsgruppe von Privatdozent Dr. Daniel Zeller will sie herausfinden, ob sich durch transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) Verbesserungen der motorischen Defizite von MS-Patienten erzielen lassen. „Die Vorarbeiten aus der Arbeitsgruppe von Dr. Zeller zeigen das grundsätzliche Potenzial dieser Methode in der MS-Therapie“, berichtet Prof. Dr. Jens Volkmann, der Direktor der Neurologischen Klinik des UKW. Die ermutigenden Aussichten des Forschungsansatzes von Nguemeni überzeugten auch die Hertie-Stiftung und ein sie beratendes wissenschaftliches MS-Konsortium der Pharma-Industrie: Sie entschieden im April dieses Jahres, dass die Forscherin eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro erhalten soll. Dem Zuschlag ging ein hochkompetitives Bewerbungsverfahren voraus, bei dem aus 20 eingereichten Anträgen neben den Arbeiten von Nguemeni noch ein weiteres Projekt ausgewählt wurde.
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