20 Jahre Herzzentrum Göttingen

Festakt zu 20 Jahre Herzzentrum Göttingen (v.l.): Björn Thümler (Wissenschaftsminister Niedersachsen), Gerd Hasenfuß (Vorstandsvorsitzender Herzzentrum Göttingen), Dörthe Katschinski (stell. Vorsitzende Herzzentrum Göttingen), Wolfgang Brück (Sprecher des Vorstandes UMG). Foto: Swen Pförtner/UMG

Das Herzzentrum Göttingen an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) beging sein 20-jähriges Bestehen mit etwa 100 geladenen Gästen, darunter der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler, Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Universitätspräsident Prof. Metin Tolan.

Vor 20 Jahren startete das Herzzentrum Göttingen als erstes interdisziplinäres Schwerpunktzentrum der UMG mit einem neuen, fächerübergreifenden Konzept. Um Herz-, Gefäß- und Lungenerkrankungen noch besser behandeln zu können, arbeiten unter dem Dach „Herzzentrum Göttingen“ 14 Kliniken und Institute der UMG, die sich mit Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen beschäftigen, in der Krankenversorgung sowie in der Forschung eng zusammen. „Ärztinnen und Ärzte des Herzzentrums Göttingen setzen modernste Diagnose- und Behandlungsverfahren ein“, heißt es anlässlich der Feierlichkeiten vom UMG. So würden sie auf dem Gebiet der kathetergestützten Herzklappenbehandlung weltweit über ausgewiesene praktische Erfahrungen verfügen. Gleichzeitig habe sich das Herzzentrum Göttingen gemeinsam mit weiteren Partnern am Wissenschaftsstandort Göttingen in den letzten 20 Jahren zu einem der führenden Herzforschungszentren in Deutschland entwickelt. Viele der im Herzzentrum Göttingen angesiedelten Forschungsprojekte, so das UMG, würden national wie international einen hervorragenden Ruf genießen. Der Festakt fand unter Einhaltung der Corona-Regeln am Freitag, 24. September 2021, in der Aula am Wilhelmsplatz statt.

Die im Herzzentrum Göttingen interdisziplinär arbeitenden Kliniken behandeln jedes Jahr über 7000 stationäre und 13.500 ambulante Patientinnen und Patienten mit Herz- und Gefäßerkrankungen nach neuesten Standards. „Das Konzept des Herzzentrums der Universitätsmedizin Göttingen ist eine Erfolgsgeschichte für Niedersachsen. Das gilt auch bundesweit und international. Krankenversorgung, Forschung und die Ausbildung von Ärzten und Forschern sind eng verbunden. Hier hat uns die UMG zum wiederholten Male nicht enttäuscht. Das Göttinger Herzzentrum besticht durch seine profunde 20-jährige Erfahrung, seine große Dynamik und durch seine mit vielseitigen Forschungsvorhaben ausgewiesene Zukunftsfähigkeit“, sagte der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler.

„Unser wichtigstes Ziel ist und bleibt es auch in Zukunft, neue Diagnostik- und Therapieverfahren in der Klinik zu entwickeln“, sagte Prof. Gerd Hasenfuß, Vorstandsvorsitzender des Herzzentrums der UMG und Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG. „Entwicklung findet nur statt, wenn man Ideen und Kreativität zulässt. Uns allen gemeinsam geht es um die Verbesserung und Neuentwicklung von Diagnose- und Behandlungsverfahren für unsere Patientinnen und Patienten mit Herzerkrankungen. Wenn wir so konsequent weiterarbeiten, wie wir das in den zurückliegenden 20 Jahren getan haben, haben wir beste Chancen, dieses Ziel zu verstetigen.“

Prof. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes der UMG und Dekan der Medizinischen Fakultät, würdigte die Leistungen: „Die Geschichte des Herzzentrums Göttingen ist eine absolute Erfolgsstory. Das Herzzentrum Göttingen zählt zu den Leuchttürmen der wissenschaftlichen und klinischen Arbeit an der UMG. Ohne klaren Teamgedanken und die Einbindung vor allem junger innovativer Forscherinnen und Forscher wäre so ein Weg gar nicht denkbar. Das Herzzentrum Göttingen hat eine Reihe von spektakulären Erfolgen vorzuweisen, die letztlich auf ein Ergebnis zulaufen: Sie orientieren sich am Wohl der Patientinnen und Patienten, machen sie gesünder und unterstützen sie in ihrer Lebensqualität und schaffen somit eine effizientere Patientenversorgung.“

„Interdisziplinäre Ausbildung und Forschung bedingen sich gegenseitig. Uns war von Anfang an klar, dass wir gut ausgebildete Medizinstudierende brauchen“, sagte Prof. Dörthe Katschinski, stellv. Vorstandsvorsitzende des Herzzentrums der UMG. Das Herzzentrum Göttingen war auch innovativer Vorreiter für die Neuorganisation der studentischen Lehre im Studiengang Humanmedizin in Göttingen. Mit der Einführung eines neuen Kardiopulmonalen Lehrmoduls legte das Herzzentrum die Grundlage für die modulare Lehre an der UMG.