Magenkarzinome nach Helicobacter-pylori-Eradikation31. März 2017 © PIC4U – fotolia.com Auch wenn im Falle einer Helicobacter-pylori-Infektion eine Eradikationstherapie die Inzidenz von Magenkarzinomen senkt, kann sich eine Krebserkrankung auch danach dennoch entwickeln. Bestimmte Patienten sollten daher auch nach erfolgter Eradikationstherapie weiterhin überwacht werden, wie eine japanische Untersuchung ergeben hat. In ihrer Kohortenstudie hatten die Autoren entsprechende Risikofaktoren untersucht. Dafür analysierten sie im Zeitraum 1998–2012 histologische und endoskopische Befunde in Bezug auf eine Gastritis bei 748 Patienten ohne Magenkrebs in der Vorgeschichte und führten eine H.-pylori-Eradikation durch. Dabei teilte die Arbeitsgruppe um Erstautor Dr. Satoki Shichijo von der Universität Tokio die Patienten entsprechend der jeweiligen Verbreitung intestinaler Metaplasien (IM) ein: keine IM (Gruppe A), IM ausschließlich im Antrum (B) und im Corpus (C). Atrophien wurden endoskopisch entsprechend des Kimura-Takemoto-Klassifizierungssystems ermittelt. Die Studie ist kürzlich in „Gastrointestinal Endoscopy“ erschienen. 573 wurden endoskopisch nachuntersucht, dabei betrug die Länge des Follow-up durchschnittlich 6,2 ± 4,8 Jahre. Bei 21 Patienten entwickelte sich ein Magenkarzinom. Die kumulativen 5-Jahres-Inzidenzen betrugen 3,2 % insgesamt sowie 1,5 % in der IM-Gruppe A und 5,3 % in der IM-Gruppe B sowie 9,8 % in der IM-Gruppe C. In den Gruppen mit keiner/leichter bzw. moderater und schwerer Atrophie lagen sie bei 0,7% und 1,9 % bzw. 10%. Im Vergleich mit IM-Gruppe-A lag die Hazard Ratio (HR) für Gruppe B bei 3,6 (95%-Konfidenzintervall [KI] 1,2–11) und für Gruppe C bei 3,7 (95 %-KI 1,1–12). Verglichen mit der Gruppe mit keiner/leichter Atrophie betrug die HR bei schweren Atophien 9,3 (95 %-KI 1,7–174). Autoren: Shichijo S et al. Korrespondenz: Yoshihiro Hirata, Department of Gastroenterology, Graduate School of Medicine, The University of Tokyo, 7-3-1 Hongo, Bunkyo-ku, Tokio 113-8655, Japan Studie: Histologic intestinal metaplasia and endoscopic atrophy are predictors of gastric cancer development after Helicobacter pylori eradication Quelle: Gastrointest Endosc 2016;84(4):618–624. Web: www.giejournal.org
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