500. Herztransplantation am UKSH, Campus Kiel

Freude über die gelungene Herztransplantation: Ein Teil des interdisziplinären Behandlungsteams mit dem Jungen, der das Herz erhalten hat. Er kann voraussichtlich nach den Sommerferien wieder in die Schule gehen. Foto: ©UKSH

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ist die 500. Herztransplantation durchgeführt worden, wie das UKSH jüngst bekannt gab.

Der Empfänger des Spenderherzens ist ein elfjähriger Junge, der mit einem hypoplastischen Linksherzsyndrom zur Welt kam. Aufgrund eines unerwarteten Herzinfarktes im Dezember 2023 wurde er auf die internationale Warteliste für ein Spenderherz gesetzt. Nach sieben Wochen Wartezeit war ein passendes Organ für das Kind gefunden. Aufgrund schwerer Verwachsungen am Herzen des Kindes dauerte die Operation mehr als zwölf Stunden. Der junge Patient habe den Eingriff aber „sehr gut überstanden“, sagt Dr. Jens Scheewe, Sektionsleiter Kinderherzchirurgie und Chirurgie angeborener Herzfehler im Jugendlichen- und Erwachsenenalter.

In Schleswig-Holstein ist das UKSH die einzige Klinik, die eine Herztransplantation bei Kindern ermöglicht – und eine von wenigen in Deutschland. Hier wurde 1986 das erste Mal ein Herz transplantiert. In den vergangenen Jahren wurden in der Klinik für Herzchirurgie (Direktor: Prof.Gregor Warnecke) durchschnittlich zehn dieser Operationen jedes Jahr durchgeführt, eine Zahl, die dem UKSH zufolge künftig deutlich erhöht werden soll.

Die insgesamt 500. Herztransplantation am Campus Kiel war die fünfte in diesem Jahr. Neben bislang drei Erwachsenen und dem elfjährigen Paul war ein Baby im Januar transplantiert worden.