73. DGU-Kongress im Zeichen der “eUrologie”

Arnulf Stenzl. Foto: Universitätsklnikum Tübingen

Das Beste aus zwei Welten: Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) plant ihre 73. Jahrestagung als Präsenzveranstaltung vom 15.-18.09.2021 in Stuttgart, wird aber nach der erfolgreichen digitalen Kongresspremiere im Vorjahr gleichzeitig einen Teil des wissenschaftlichen Programms live aus der Messe Stuttgart streamen.

Der weltweit drittgrößte Urologenkongress steht unter der Leitung des amtierenden DGU-Präsidenten Prof. Arnulf Stenzl, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Urologie, Tübingen, und trägt das Motto „eUrologie“.

Austausch vor Ort soll wieder möglich sein

Die DGU erwartet eine erfolgreiche Impfstrategie im Kampf gegen die Corona-Pandemie und will daher ihren 73. Kongress unter Berücksichtigung eines Hygienekonzeptes in physischer Anwesenheit der TeilnehmerInnen durchführen, heißt es in einer aktuellen Mitteilung. „In Stuttgart sollen UrologInnen aus Praxis und Klinik, ForscherInnen sowie  VertreterInnen der urologischen Pflege- und Assistenzberufe, von PatientenInnen und der Industrie aus Deutschland, aus der EU und der übrigen Welt wieder zusammenkommen. Wissenschaftsaustausch sowie Fort- und Weiterbildung sollen dann wieder mit allen Vorteilen von persönlichen Treffen, gemeinsamer Diskussion und Meinungsbildung möglich sein“, sagt Stenzl. Dennoch werde die DGU den digitalen Fortschritt im Fach weiter verfolgen. „Der geplante Live-Stream der wichtigsten Kongressinhalte kann bei etwaigen Reisebeschränkungen vor allem internationalen TeilnehmerInnen den virtuellen Besuch unserer Jahrestagung ermöglichen“, so der DGU- und Kongresspräsident. Vor der Pandemie nahmen regelmäßig bis zu 7000 FachbesucherInnen aus aller Welt an den Jahrestagungen der Fachgesellschaft teil.

Dreifaches E

Mit dem Kongressmotto „eUrologie“ rückt Prof. Stenzl gleich drei Komplexe in den Mittelpunkt. Sein Fokus gilt zum einen der „Eurologie“ im Sinne einer Vernetzung der Urologie in Deutschland mit den Nachbarländern. „eUrologie“ steht für einen verstärkten Einsatz elektronischer Medien, nicht nur für digitale Kongresse, sondern auch in der Patientenversorgung und -vernetzung, in Forschung und Ausbildung. Schließlich hat der DGU-Präsident angesichts knapper finanzieller Ressourcen im Gesundheitswesen proaktiv auch die “€logie” und ein intelligentes Sparen ohne Abstriche in der urologischen Versorgungsqualität im Visier.

Das wissenschaftliche Programm des 73. DGU-Kongresses bildet in weit über 100 Einzelveranstaltungen aktuelle Erkenntnisse aus allen Bereichen der Urologie ab. Mit den Tumoren von Prostata und Harnblase, der Nieren, Hoden und des Penis gehört rund ein Viertel aller Krebserkrankungen in Deutschland dazu. Auch Volkskrankheiten wie Harnsteinerkrankungen, die gutartige Prostatavergrößerung und Harninkontinenz, die Erektile Dysfunktion oder kinderurologische Erkrankungen wie Phimose oder Hodenhochstand werden von Urologinnen und Urologen in Praxis und Klinik behandelt.

Eine Reduktion der Parallelveranstaltungen werde in Stuttgart für eine neue teilnehmerfreundlichere Programmstruktur sorgen, kündigt die DGU an. “In bewährter Tradition” sei der 73. Jahrestagung der DGU ein Pflegekongress für VertreterInnen der urologischen Assistenz- und Pflegeberufe angeschlossen.

In der begleitenden Industrieausstellung werden nationale und internationale Unternehmen neueste Medizintechnik und -produkte präsentieren.

Neben Ehrungen und wissenschaftlichen Preisen für besondere Leistungen in der Urologie wird die DGU im Rahmen des Kongresses auch den Medienpreis Urologie 2021 vergeben.

Außerdem wird die Fachgesellschaft anlässlich ihrer Jahrestagung in Stuttgart Bürgerinnen und Bürger zu einem Patientenforum einladen und über die Möglichkeiten eines gesunden Alterns informieren.

(DGU/ms)