ADAC-Stiftung fordert bessere Ausstattung von Autohöfen mit Defibrillatoren5. August 2025 Symbolfoto: ©VanderWolf Images/stock.adobe.com Eine neue Erhebung zeigt: Zwei Drittel der Autobahnraststätten sind bereits mit automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs) ausgestattet. Nachholbedarf gibt es jedoch bei den etwas abseits gelegeneren Autohöfen. Kurz vor Beginn der großen Sommerreisewelle machte die ADAC-Stiftung auf ein drängendes Problem aufmerksam: AEDs seien entlang deutscher Autobahnen auf Rastanlagen zwar häufig zu finden, auf Autohöfen hingegen fast nie. Das zeige eine Erhebung, die im Mai 2025 an 50 Standorten (25 Rastanalagen und 25 Autohöfe) entlang der 15 längsten Autobahnen Deutschlands vorgenommen wurde. Untersucht wurde, ob ein AED vorhanden ist, wie auffindbar er ist und ob der Standort in Notfallplänen eingetragen ist. Die Ergebnisse zeigen deutlichen Handlungsbedarf – insbesondere auf Autohöfen. Während auf 16 der 25 getesteten Raststätten (64 %) ein AED installiert war, wurde auf nur einem von 25 überprüften Autohöfen (4 %) ein solches Gerät gefunden. Dabei können Defibrillatoren die Überlebenschance nach einem Herzstillstand deutlich erhöhen, vorausgesetzt, sie sind im Notfall in Reichweite. „Viele Raststätten zeigen bereits, wie es gelingen kann“, betont Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung. Jetzt gelte es, die Autohöfe mit ins Boot zu holen. Auch diese könnten Teil einer starken Rettungskette sein. „Jeder neue Standort mit einem AED stärkt das Netz der Hilfe – und macht unsere Straßen ein Stück sicherer“, so Tillmann.
Mehr erfahren zu: "Herzinfarktverdacht: Wie schnell ist eine sichere Diagnose möglich?" Herzinfarktverdacht: Wie schnell ist eine sichere Diagnose möglich? Wie schnell lässt sich bei Menschen mit akutem Brustschmerz sicher feststellen, ob ein Herzinfarkt vorliegt? Mit dieser Frage beschäftigen sich zwei Forschungsarbeiten, deren Ergebnisse beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für […]
Mehr erfahren zu: "Einsatz von Clowns in der Medizin erleichtert die Versorgung von Kindern und Jugendlichen rund um die OP" Einsatz von Clowns in der Medizin erleichtert die Versorgung von Kindern und Jugendlichen rund um die OP Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie (DGKJCH) setzt sich für eine altersentsprechende Umgebung in Kliniken und rund um eine OP ein. Aus Sicht der chirurgischen Fachgesellschaft spielen hierbei Clowns […]
Mehr erfahren zu: "Atem-Asynchronien sagen Weaning-Versagen nach Wirbelsäulentrauma voraus" Atem-Asynchronien sagen Weaning-Versagen nach Wirbelsäulentrauma voraus Bei maschinell beatmeten Patienten nach Wirbelsäulentrauma können Atem-Asynchronien und Veränderungen der Atemmuskulatur auf ein frühes Weaning-Versagen hinweisen. Der Status einer Rückenmarksverletzung war dagegen nicht mit dem Weaning-Erfolg assoziiert. Das zeigen […]