Adipositas und Atopische Dermatitis: Signifikante Assoziation, geringe Effektgrößen3. März 2025 © golubovy – stock.adobe.com (Symbolbild) Zur Assoziation zwischen einer Adipositas und der Atopischen Dermatitis (AD) gibt es widersprüchliche Daten. Ziel einer Studie deutscher Dermatologen war es daher, den Zusammenhang zwischen Adipositas und dem Schweregrad der AD-Erkrankung zu untersuchen. Dazu teilten die Forschenden Patienten aus der TREATgermany-Registerkohorte entsprechend ihres Body-Mass-Index (BMI) in 3 Gruppen ein. Von Ärzten und Patienten gemeldete Schweregradbewertungen der Erkrankung sowie zusätzliche phänotypische Merkmale wurden auf einen Zusammenhang hinsichtlich des BMI untersucht. Diese Studie umfasste 1416 Patienten, von denen 234 (16,5%) adipös waren (BMI≥30 kg/m2). Adipositas war mit einem niedrigeren Bildungsstand und Rauchen assoziiert. Ansonsten wiesen adipöse und nichtadipöse AD-Patienten ähnliche Ausgangsmerkmale auf. Ein erhöhter BMI war mit einem höheren oSCORAD (objektives SCORing of Atopic Dermatitis) und einem höheren Patient-oriented eczema measure (POEM) (angepasstes b 1,24; 95%-KI 1,05–1,46; angepasstes b 1,09; 95%-KI 1,01–1,17) verbunden. Der absolute Unterschied im Gesamt-oSCORAD war jedoch zwischen adipösen und nichtadipösen AD-Patienten gering (ΔoSCORAD=2,5). Die allergische Komorbidität war in allen 3 Gruppen vergleichbar, mit Ausnahme von Asthma, welches bei adipösen Patienten stärker ausgeprägt war (p<0,001). In dieser großen und gut charakterisierten Patientenkohorte mit AD ist Adipositas signifikant mit ärztlich und von den Patienten bewerteten Messgrößen für den Schweregrad der AD-Erkrankung assoziiert. Die Effektgrößen waren jedoch gering und von fraglicher klinischer Relevanz. Die Gesamtprävalenz von Adipositas unter den deutschen AD-Patienten war niedriger als in Studien mit AD-Kohorten anderer Länder, was frühere Forschungsergebnisse zur deutschen Bevölkerung bestätigt und auf regionale Unterschiede in der Interdependenz der AD- und Adipositasprävalenz hindeutet. (am)
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