ADPKD: Studie untersucht Behandlungsmöglichkeit der genetischen Nierenkrankheit12. Dezember 2025 Foto: © azizulhakim/stock.adobe.com Eine aktuelle Studie untersucht, ob der bereits zugelassene Wirkstoff Dapagliflozin aus der Gruppe der SGLT2-Hemmer den Krankheitsverlauf von autosomal dominanter polyzystischer Nierenkrankheit (ADPKD) positiv beeinflussen kann. Seit einigen Jahren gibt es für Menschen mit Nierenerkrankungen eine neue und wirksame Therapieoption, die sogenannten SGLT2-Hemmer. Leider können nicht alle Betroffenen von dieser Therapie profitieren. Menschen mit Zystennieren etwa sind ausgenommen, so dass aktuell die Wirksamkeit und Sicherheit des Ansatzes bei Zystennieren nicht geklärt ist. Zystennieren sind die häufigste Form einer genetischen Nierenkrankheit und betreffen weltweit mehr als 10 Millionen Menschen, heißt es in der Pressemitteilung der Universität zu Köln. Ein Team um Prof. Roman-Ulrich Müller, Lehrstuhl für Translationale Nephrologie, konnte bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft über drei Millionen Euro für die ersten drei Jahre eines Studienprogrammes einwerben, welches diese Frage beantworten soll. Eine Folgeförderung für die drei Folgejahre sei bereits avisiert. Die groß angelegte STOP-PKD Studie ist nun in Köln gestartet. An dem Projekt sind auch internationale Partnereinrichtungen beteiligt. Forschungsprojekt STOP-PKD gestartet „Wir haben den ersten entscheidenden Meilenstein erreicht. Das erste Prüfzentrum ist nun in Köln initiiert. Über den Verlauf der nächsten sechs bis neun Monate werden nun mindestens 26 weitere Zentren in Deutschland, den Niederlanden, Spanien und Österreich mit STOP-PKD beginnen“, so Müller. Die STOP-PKD-Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und finanziert. Die Fachgesellschaften „Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN)“, die „Europäische Nierenvereinigung (ERA)“ und das „Europäische Referenznetzwerk für seltene Nierenerkrankungen (ERKNet)“ befürworteten im Rahmen des DFG-Antrags ausdrücklich die Durchführung der Studie zur Erforschung neuer Therapiemöglichkeiten bei ADPKD. Zusätzlich unterstützen und beraten verschiedene Patientenvereinigungen die Studie.
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