Advanced Clinician Scientist und Clinician Scientist in der Dermatologie3. März 2022 Foto: Stockwerk-Fotodesign – stock.adobe.com Die Deutsche Stiftung für Dermatologie unterstützt mit ihrem Advanced Clinician Scientist Program und dem Clinician Scientist Program (angehende) Dermatologinnen und Dermatologen mit Forschungsstipendien, um klinische Tätigkeit und dermatologische Forschung zu verbinden. Für die Förderungsperiode 2022/23 wurden fünf Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt, die mit ihren Bewerbungen und Forschungsprojekten das Auswahlgremium überzeugten. Durch das Stipendium werden sie für einen definierten Zeitraum ganz oder teilweise von ihren klinischen Aufgaben freigestellt und können sich ihren Forschungsvorhaben widmen. Die Bekanntgabe erfolgte auf der Dermatologie KOMPAKT & PRAXISNAH am 18. Februar 2022. An vielen dermatologischen Kliniken in Deutschland werden nicht nur Patientinnen und Patienten behandelt, sondern es wird auch geforscht. „Diese Verankerung von Forschungsaktivitäten im klinischen Bereich ist wichtig für die Medizin und die Krankenversorgung“, sagt Professor Dr. med. Michael Hertl, Präsident der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG). Für medizinische Forschung ist aber nicht immer ausreichend Zeit vorhanden. „Der Alltag in der Klinik ist manchmal so verdichtet, dass die Forschungsambitionen auf der Strecke bleiben. Hier heißt es, gegenzusteuern“, ergänzt Professor Dr. med. Evelyn Gaffal von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung (ADF). Nur wenn man eine „geschützte Forschungszeit“ ermöglicht, können junge Ärztinnen und Ärzte ihre Forschungsexpertise ausbauen. Daher hat die Deutsche Stiftung für Dermatologie unter Schirmherrschaft und Förderung der DDG und der ADF zwei unterschiedlich zugeschnittene Programme für ärztliche Qualifizierungsstellen entwickelt: Advanced Clinician Scientist- und Clinician Scientist Program in der Dermatologie. Für das Advanced Clinician Scientist Program wurde PD Dr. med. Felix Lauffer, München (Inflammatory cell death as a key regulator of type 1 inflammatory skin diseases) ausgewählt. Seine Forschungstätigkeit wird über einen zweijährigen Zeitraum unterstützt, in welchem er etwa 50 Prozent seiner Arbeitszeit für die Forschung und 50 Prozent für die klinischen Aufgaben aufwenden wird. Für das Clinician Scientist Program, bei dem die jeweilige Klinik die Ärztin oder den Arzt für ein Jahr zu 100 Prozent von der klinischen Tätigkeit freistellt, konnten vier herausragende Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt werden: Dr. med. Elias Koch, Erlangen (Experimentelle T-Zell-Stimulation mit systemmedizinisch ausgewählten Antitumorepitopen in vitro), Dr. med. Miriam Mengoni, Magdeburg (Mechanismen und therapeutische Beeinflussung kognitiver Funktionsstörungen bei Patienten mit fortgeschrittenem Hautkrebs unter Systemtherapie), Dr. med. Jasper Prüßmann, Lübeck (Impact of PD-1 signaling deficiency on pemphigoid diseases) und Dr. med. Kira Süßmuth, Münster (Immunological phenotype and skin modeling of Netherton syndrome). „Wir sind sehr froh, über dieses Instrument der Nachwuchsförderung zu verfügen“, sagt DDG-Präsident Hertl, Direktor der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Universitätsklinikum Marburg. „Als medizinische Fachgesellschaft ist es unsere Aufgabe, solche Karrierewege mitzugestalten, damit das Fach Dermatologie auch in Zukunft von forschenden Dermatologinnen und Dermatologen und ihren Erkenntnissen profitiert“, so Hertl. Evelyn Gaffal, die als Leitende Oberärztin an der Universitätshautklinik Magdeburg tätig ist, ergänzt: „Zum dritten Mal ist es uns jetzt möglich, ambitionierte, angehende Dermatologinnen und Dermatologen bei ihren Projekten zu unterstützen und ihnen die Freiräume für dermatologische Forschungsprojekte an ihren Klinken zu bieten.“ Mit freundlicher Unterstützung von:Abbvie Deutschland GmbH & Co. KG, Almirall Hermal GmbH, Janssen-Cilag GmbH, LEO Pharma GmbH, Lilly Deutschland GmbH, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH und UCB Pharma GmbH
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