Akne-Rezidive nach Isotretinoin: Frauen häufiger betroffen24. Januar 2025 © Ocskay Bence- stock.adobe.com (Symbolbild) Eine US-amerikanische Studie hat Strategien zur Minimierung von Akne-Rezidiven nach einer medikamentösen Behandlung eruiert. Demnach ist eine höhere kumulative Dosis von Isotretinoin mit einem geringeren Redizivrisiko verbunden. Isotretinoin kann eine langfristige Remission von schwerer Akne bewirken. Obwohl die Behandlung hochwirksam ist, kommt es bei manchen Menschen nach einer Behandlung zu einem Wiederauftreten der Akne. In einer neuen Studie von Forschenden des Mass General Brigham, USA, wurde untersucht, wie häufig die Akne nach einer Isotretinoin-Behandlung erneut auftritt und welche Faktoren das Risiko eines erneuten Auftretens der Akne bei den Patienten erhöhen könnten. Sie fanden heraus, dass ein Wiederauftreten der Akne, das eine Behandlung mit oralen Medikamenten wie oralen Antibiotika, Spironolacton oder eine weitere Isotretinoin-Behandlung erforderlich macht, bei etwa einem von fünf Betroffenen auftrat, und zwar häufiger bei Frauen und bei Patienten, die eine niedrigere Gesamtdosis eingenommen hatten. Die Tagesdosis war jedoch nicht prädiktiv für das Wiederauftreten von Akne, und die Vorteile einer höheren kumulativen Dosis wurden nicht über 220 mg/kg hinaus gesehen. Die Ergebnisse wurden in „JAMA Dermatology“ veröffentlicht. „Diese Ergebnisse unterstützen, dass die Dosierungsschemata an die Ziele und Präferenzen der Patienten angepasst werden können“, sagte John Barbieri, Direktor der Advanced Acne Therapeutics Clinic am Brigham and Women’s Hospital. „Solange eine ausreichende kumulative Dosis erreicht wird, scheint es, dass sowohl niedrigere als auch höhere Tagesdosen wirksam sein können. Da die Nebenwirkungen stark von der Dosis abhängen, können diese Ergebnisse den Ärzten dabei helfen, gemeinsam mit den Patienten die für sie beste Dosis zu wählen, um Risiken und Nutzen abzuwägen.“ Anhand der Daten von MarketScan wurden in dieser retrospektiven Analyse Patienten untersucht, die mindestens eine frühere Akne-Diagnose hatten und mit einer Isotretinoin-Behandlung behandelt wurden, die mindestens vier Monate dauerte und für die mindestens ein Jahr Nachbeobachtungsdaten vorlagen. Von den 19.907 Patienten erhielten 35 Prozent eine anschließende verschreibungspflichtige Aknebehandlung, wobei 22,5 Prozent ein orales Medikament erhielten; 8,2 Prozent wurden mit einer zweiten Isotretinoin-Kur behandelt. Die Forschenden fanden auch heraus, dass weibliche Patienten ein höheres Risiko für ein Wiederauftreten der Akne hatten, obwohl sie seltener mit einer zweiten Isotretinoin-Kur behandelt wurden. Ebenso war eine höhere kumulative Isotretinoin-Dosis mit einem geringeren Akne-Rezidiv verbunden, jedoch nicht über 220 mg/kg.
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