Aktualisierte Leitlinie zu Impfstrategien für Krebspatienten20. Juli 2026 Foto: Ratana21/stock.adobe.com Die aktualisierte Leitlinie zu antiinfektiven Impfstrategien für Krebspatienten umfasst neben allgemeinen Empfehlungen auch spezialisierte Abschnitte für solide Tumoren und Empfehlungen für Patienten, die neue Therapien erhalten. Impfpräventable Infektionen sind auch weiterhin eine wesentliche Ursache für Morbidität und Mortalität bei Krebspatienten. Die aktualisierte Leitlinie zu antiinfektiven Impfstrategien bei Patienten mit malignen Erkrankungen adressiert den dringenden medizinischen Bedarf, impfpräventable Erkrankungen zu reduzieren. Zudem zielt sie darauf ab, die Impfquoten bei Krebspatienten und deren Angehörigen zu verbessern. Aktualisierte Impf-Leitlinie für Krebspatienten von interdisziplinärem Gremium erarbeitet Erarbeitet wurde die Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft Infektiologie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie von einem Expertengremium aus den Bereichen Innere Medizin, Hämatologie, medizinische Onkologie und Infektiologie. Dafür berücksichtigte das Team um Erstautorin PD Dr. Sybille Mellinghoff von der Universität Köln für bereits zuvor behandelte Impfungen alle Publikationen zu Krebspatienten ab dem Jahr 2017, dem Datenstichtag der vorherigen Leitlinie. Für neu aufgenommene Impfstoffe wurden sämtliche verfügbaren Publikationen ausgewertet. Nach Datenextraktion und kritischer Diskussion klassifizierten die Autoren die Empfehlungen gemäß einem standardisierten internationalen Bewertungssystem. Auch neue Therapien berücksichtigt Dieses Update umfasst allgemeine Empfehlungen, den optimalen Impf-Zeitpunkt, den möglichen Einsatz von Lebendimpfstoffen sowie die Immunisierung von engen Kontaktpersonen und Haushaltsmitgliedern der Patienten. Darüber hinaus wurden spezifische Abschnitte für Patienten mit soliden Tumoren und für Patienten mit hämatologischen Neoplasien eingeführt. Ergänzend dazu haben die Autoren Empfehlungen für Patienten aufgenommen, die neue Therapien wie Tyrosinkinase-Inhibitoren, bispezifische Antikörper und CAR-T-Zelltherapien erhalten. (ja/BIERMANN)
Mehr erfahren zu: "Digitale Transformation der Arztpraxis: Weniger Verwaltung, mehr Zeit für Patienten" Digitale Transformation der Arztpraxis: Weniger Verwaltung, mehr Zeit für Patienten Digitale Anwendungen und KI können HNO-Praxen bei Patientenkommunikation, Anamnese und Dokumentation entlasten. Die digitale Transformation der Arztpraxis ist auch Thema auf der Fortbildungsveranstaltung für HNO-Ärzte.
Mehr erfahren zu: "Infektionen: Wie der Körper Krankheitserreger bereits beim Einatmen erkennt" Infektionen: Wie der Körper Krankheitserreger bereits beim Einatmen erkennt Gelangen Pathogene in den Körper, springt eine Maschinerie aus Botenstoffen an, die die körpereigene Immunantwort anregt. Aber woher weiß der Körper, dass es sich um einen schädlichen Eindringling handelt und […]
Mehr erfahren zu: "„Das Mindset muss sich ändern“" „Das Mindset muss sich ändern“ Die weltpolitische Lage mit Konflikten und Kriegen allerorts und insbesondere der nahe Krieg in der Ukraine verändern auch die Medizin tiefgreifend. Kriegsbedingte Versorgungsfragen verrücken den medizinischen Alltag und erfordern eine […]