Aktualisierte Leitlinie zu Impfstrategien für Krebspatienten

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Die aktualisierte Leitlinie zu antiinfektiven Impfstrategien für Krebspatienten umfasst neben allgemeinen Empfehlungen auch spezialisierte Abschnitte für solide Tumoren und Empfehlungen für Patienten, die neue Therapien erhalten.

Impfpräventable Infektionen sind auch weiterhin eine wesentliche Ursache für Morbidität und Mortalität bei Krebspatienten. Die aktualisierte Leitlinie zu antiinfektiven Impfstrategien bei Patienten mit malignen Erkrankungen adressiert den dringenden medizinischen Bedarf, impfpräventable Erkrankungen zu reduzieren. Zudem zielt sie darauf ab, die Impfquoten bei Krebspatienten und deren Angehörigen zu verbessern.

Aktualisierte Impf-Leitlinie für Krebspatienten von interdisziplinärem Gremium erarbeitet

Erarbeitet wurde die Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft Infektiologie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie von einem Expertengremium aus den Bereichen Innere Medizin, Hämatologie, medizinische Onkologie und Infektiologie. Dafür berücksichtigte das Team um Erstautorin PD Dr. Sybille Mellinghoff von der Universität Köln für bereits zuvor behandelte Impfungen alle Publikationen zu Krebspatienten ab dem Jahr 2017, dem Datenstichtag der vorherigen Leitlinie.

Für neu aufgenommene Impfstoffe wurden sämtliche verfügbaren Publikationen ausgewertet. Nach Datenextraktion und kritischer Diskussion klassifizierten die Autoren die Empfehlungen gemäß einem standardisierten internationalen Bewertungssystem.

Auch neue Therapien berücksichtig

Dieses Update umfasst allgemeine Empfehlungen, den optimalen Impf-Zeitpunkt, den möglichen Einsatz von Lebendimpfstoffen sowie die Immunisierung von engen Kontaktpersonen und Haushaltsmitgliedern der Patienten. Darüber hinaus wurden spezifische Abschnitte für Patienten mit soliden Tumoren und für Patienten mit hämatologischen Neoplasien eingeführt. Ergänzend dazu haben die Autoren Empfehlungen für Patienten aufgenommen, die neue Therapien wie Tyrosinkinaseinhibitoren, bispezifische Antikörper und CAR-T-Zelltherapien erhalten. (ja/BIERMANN)