Akupunktur ist möglicherweise hilfreich beim postprandialen Distress-Syndrom

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Eine vierwöchige Akupunkturbehandlung kann sich bei Patienten mit postprandialem Distress-Syndrom (PDS) offenbar positiv auf die Symptome auswirken. Das geht aus einer neuen Studie hervor.

Dabei blieb der Effekt der Akupunktur im Verlauf einer zwölfwöchigen Nachuntersuchung bestehen, wie die Autoren der Untersuchung berichten, ohne dass Rezidive aufgetreten wären.

Das PDS tritt bei einer relativ jungen Patientenpopulation häufig auf und stellt dabei – auch wegen seiner chronischen, rezidivierenden Natur – eine nicht unerhebliche Belastung für das Gesundheitssystem dar. Es wird berichtet, dass die Erkrankung einen großen negativen Einfluss auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität hat, weshalb es umso notwendiger ist, nach einer wirksamen Behandlung zu suchen.

Ältere Studien zu einer Akupunkturbehandlung in diesem Zusammenhang waren aufgrund der geringen Teilnehmerzahl und der schlechten Studienqualität nur sehr begrenzt aussagekräftig. Nun führten Forscher der Universität für Traditionelle Chinesische Medizin in Peking (China) für eine neue Untersuchung 278 Patienten mit PDS über einen Zeitraum von 4 Wochen zufällig 12 Akupunktur- oder Scheinakupunktur-Sitzungen zu. Anschließend wurden die Gruppe hinsichtlich des Anteil von Patienten verglichen, die von einer „extremen Verbesserung“ oder „Verbesserung“ ihrer Magensymptome berichteten. Gegenübergestellt wurden auch die Anteile von Patienten, bei denen die Symptome unter der Behandlung völlig verschwanden.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass ein signifikant höherer Anteil der Patienten in der Akupunkturgruppe eine allgemeine Verbesserung oder Beseitigung der Symptome erlebte als in der Scheinakupunkturgruppe. Die Verbesserung hielt mindestens 12 Wochen nach der letzten Akupunkturbehandlung an. Es wurden keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse beobachtet. (ac)