An einem Tag: Drei Kinder erhalten neue Niere31. Januar 2023 Niere vor der Transplantation (Symbolbild). Foto: horizont21 – stock.adobe.com Bestmöglicher Start ins neue Jahr für drei nierenkranke Kinder: Zum ersten Mal hat das Nierentransplantationszentrum der Uniklinik Köln an einem Tag gleich drei junge Patienten mit einer neuen Niere versorgen können. Die Kinder im Alter von drei, sieben und 14 Jahren erhielten innerhalb von 24 Stunden jeweils eine Spenderniere transplantiert. Der erste Schnitt erfolgte um 23:54 Uhr, die letzte Naht um 18:08 Uhr. Alle Kinder haben nach Angaben der Klinik den anspruchsvollen Eingriff gut überstanden: Die neuen Organe nahmen sofort ihren Dienst auf, sodass keine weiteren Dialysen durchgeführt werden müssen. Die Nierentransplantation gilt als Therapieverfahren der Wahl für Kinder mit terminaler Niereninsuffizienz, bei denen die Nieren versagen und nicht mehr in der Lage sind, die Funktionen des Körpers aufrechtzuerhalten. „Durch die Transplantation wird nicht nur die Lebensqualität der Kinder deutlich gesteigert, ihr Wachstum verläuft ungestörter und ihre Lebenserwartung wird wesentlich verlängert“, erklärt Prof. Dr. Lutz Weber, Leiter des Schwerpunktes Pädiatrische Nephrologie in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Die Klinik betont in einer Pressemitteilung, dass nur das große Engagement, die gute Zusammenarbeit und die enge Abstimmung des gesamten interprofessionellen, abteilungsübergreifenden Teams solch eine rasche Abfolge dreier aufwendiger Nierentransplantationen und die postoperative Versorgung überhaupt möglich gemacht hätten. Um einem kleinen Kind ein Organ zu transplantiere,n werden unter anderem spezialisierte Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen wie der Transplantationschirurgie, der Kindernephrologie, der Kinderintensivmedizin, der Anästhesiologie und der Labormedizin benötigt. Ebenso wichtig sei die Expertise der Pflegenden, die sich bei der Aufnahme, im OP sowie danach auf den Intensiv- und Normalstationen um die Kinder kümmern. „In Deutschland werden jährlich nur circa 100 Nierentransplantationen bei Kindern durchgeführt. Gleich drei davon in 24 Stunden zu bewerkstelligen, ist schon deshalb nicht alltäglich, weil die Zahl der Organspender hierzulande in den letzten Jahren stetig rückläufig ist“, sagt Prof. Dirk Stippel, Leiter des Schwerpunktes Transplantationschirurgie in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Tumor- und Transplantationschirurgie. (Uniklinik Köln / ms)
Mehr erfahren zu: "OECD-Studie: Primärarztsysteme erfordern hohe Verbindlichkeit und ausreichende Kapazitäten" OECD-Studie: Primärarztsysteme erfordern hohe Verbindlichkeit und ausreichende Kapazitäten Eine vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) geförderte aktuelle OECD-Vergleichsstudie zeigt, dass Primärarztsysteme international weit verbreitet sind, ihre Wirksamkeit jedoch maßgeblich von verbindlichen Steuerungsinstrumenten, infrastrukturellen Rahmenbedingungen und der Ausgestaltung […]
Mehr erfahren zu: "Kassen für Bedenkzeit bei Selbstzahlerleistungen" Kassen für Bedenkzeit bei Selbstzahlerleistungen Für manche Untersuchungen müssen gesetzlich Versicherte in Praxen extra bezahlen. Die Krankenkassen fordern für Patientinnen und Patienten weniger Druck beim Überlegen, ob sie das überhaupt wollen.
Mehr erfahren zu: "Harninkontinenz bei Frauen: Raus aus der Tabuzone, rein in die Sprechstunde" Harninkontinenz bei Frauen: Raus aus der Tabuzone, rein in die Sprechstunde Zur diesjährigen Welt-Kontinenz-Woche und zum Internationalen Inkontinenztag am 30. Juni betont der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF): Harninkontinenz bei Frauen ist kein persönliches Versagen und keine Hygienefrage. Sie ist […]