Ansteckende Blutarmut der Einhufer im Landkreis Nordheim

(Symbolbild) Foto: encierro – stock.adobe.com

Bei einem Pferd im Landkreis Northeim ist die Ansteckende Blutarmut der Einhufer festgestellt worden. Um den betroffenen Ort im Raum Salzderhelden wurde ein Sperrbezirk in einem Radius von einem Kilometer eingerichtet, wie der Landkreis mitteilte.

Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel müssen dort vorerst im Stall bleiben und dürfen nur mit einer besonderen Genehmigung aus dem Gebiet verbracht werden. Halterinnen und Halter müssen die Zahl ihrer Tiere melden, diese werden vorsorglich untersucht. Ziel ist, eine weitere Verbreitung der Krankheit auszuschließen.

Die Ansteckende Blutarmut der Einhufer, auch als Equine infektiöse Anämie (EIA) bekannt, ist eine meldepflichtige Viruserkrankung, die Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel betreffen kann. „Andere Tierarten und Menschen sind nicht gefährdet“, schrieb der Landkreis, der in Niedersachsen liegt. Demnach erfolgt die Ansteckung überwiegend durch blutsaugende Insekten. In Einzelfällen könne das Virus indirekt, etwa über gemeinsam genutztes Pflegezubehör, übertragen werden. Typische Anzeichen der Krankheit sind demnach hohes Fieber, Apathie und Schwäche. Auch äußerlich gesunde Tiere könnten das Virus in sich tragen. Eine Behandlung sei nicht möglich, infizierte Tiere müssten getötet werden, hieß es. 

Dem Landkreis zufolge ist das Virus in Deutschland nicht heimisch.

Die Erkrankung wurde in den vergangenen Jahren aber vereinzelt festgestellt – häufig bei Pferden, die aus dem Ausland kamen. Auch das nun betroffene Pferd im Landkreis Northeim sei aus einem anderen Land nach Deutschland gebracht worden. Die Behörde geht davon aus, dass es bereits infiziert war. Wegen seiner schweren Krankheitssymptome war das Tier eingeschläfert worden, danach wurde die Infektion festgestellt.

FLI zur EIA:

Equine infektiöse Anämie | Friedrich-Loeffler-Institut