Anti-PD-1-Immuntherapie: Modulierendes Mikrobiom17. Juli 2018 © Alex – fotolia.com Versuche im präklinischen Mausmodell weisen darauf hin, dass das Mikrobiom des Darms die Tumorantwort auf eine Immuntherapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren modulieren kann. In einer Untersuchung durch US-amerikanische Onkologen wurden das orale sowie das Darm-Mikrobiom von Melanom-Patienten examiniert, die mit einer Anti-PD-1-Immuntherapie behandelt werden. Bei den Patienten, die auf diese Therapieform ansprechen (Responder) und denen, die nicht ansprechen (Non-Responder) konnten signifikante Unterschiede hinsichtlich der Diversität und Zusammensetzung der Darm-Mikrobiome festgestellt werden. Eine Analyse der Stuhlproben der Responder zeigte eine deutlich höhere Alpha-Diversität (Alpha-Diversität ist ein Maß für die Artenvielfalt eines Lebensraums und beschreibt die Anzahl der in einem Habitat oder Biotop vorkommenden Arten) sowie ein Übermaß von Bakterien der Gattung Ruminococcus. Metagenomische Screenings zeigten funktionale Unterschiede der Darmbakterien bei Respondern, etwa eine Anreicherung der anabolischen Signalwege. Das Immunprofil der Responder mit einem vorteilhaften Darmmikrobiom zeigt eine verstärkte, systemische, anti-tumorös wirkende Immunität; dies ist ebenso bei keimfreien Mäusen der Fall, die von Respondern eine Fäkaltransplantation erhielten. Zusammengenommen ließen sich, so die Autoren, aus diesen neuen Erkenntnissen wichtige Schlussfolgerungen für die Behandlung von Melanompatienten mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren ableiten.
Mehr erfahren zu: "Wie Schuppenflechte auf die Gelenke übergreift" Wie Schuppenflechte auf die Gelenke übergreift Forschende aus Erlangen haben die Wanderung von Entzündungszellen von der Haut in das Gelenk entschlüsselt.
Mehr erfahren zu: "Neutrophile als frühe Akteure der Atopischen Dermatitis" Neutrophile als frühe Akteure der Atopischen Dermatitis Eine experimentelle Studie an Hunden mit Atopischer Dermatitis belegt eine frühe, zeitlich begrenzte neutrophile Immunantwort nach Allergenexposition – ein möglicher Schlüssel zum besseren Verständnis früher entzündlicher AD-Mechanismen.
Mehr erfahren zu: "Prof. Sebastian Haferkamp an der Universitätsmedizin Halle" Prof. Sebastian Haferkamp an der Universitätsmedizin Halle Seit dem 1. Januar 2026 hat Prof. Sebastian Haferkamp die Professur für Dermatologie und Venerologie an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg inne.