Antworten von Chatbots zu kindlichem Asthma: Zuverlässig und dennoch häufig wenig hilfreich3. Dezember 2025 Patienten (und in diesem Falle deren Eltern oder Erziehungsberechtigte) suchen bei gesundheitlichen Beschwerden häufig erst einmal Rat im World Wide Web, bevor es dann doch zum Facharzt geht. Inzwischen werden nicht selten zuerst Chatbots konsultiert – auch bei kindlichem Asthma. Wie zuverlässig und hilfreich Informationen sind, die Eltern von Kindern mit Asthma von einer auf Künstlicher Intelligenz basierenden Anwendung (hier: ChatGPT-4o) zur Erkrankung ihrer Nachkommen erhalten, hat jüngst eine türkische Arbeitsgruppe erforscht. Die Wissenschaftler konstatieren, dass ein Chatbot zwar ein recht zuverlässiges Hilfsmittel für Eltern sein kann, dass es aber auch Probleme mit der Lesbarkeit bzw. der Verständlichkeit der KI-Antworten gibt. Auch Verständlichkeit der KI-Antworten untersucht Die Forschenden gaben in ihrer Studie 25 der am häufigsten gestellten Fragen zu Asthma bei Kindern in ChatGPT-4o ein. Um zu bestimmen, welche Qualität die ausgegebenen Antworten besaßen und wie zuverlässig die Informationen waren, wendeten die Wissenschaftler die Global Quality Scale und das modifizierte DISCERN-Tool auf die Antworten an. Die Verständlichkeit der Informationen beurteilte man sogar mit sieben Werkzeugen: dem automatisierten Lesbarkeits-Index, dem Flesch Reading Ease Score, dem Flesch-Kincaid Grade Level (FKGL), dem Gunning Fog Readability Index, dem Simple Measure of Gobbledygook, dem Coleman-Liau Readability Index und der Linsear Write Formula. Recht zuverlässig ‒ aber für Laien nur schwer verständlich Tatsächlich erwiesen sich die Antworten von ChatGPT-4o auf Fragen zu Asthma im Kindesalter als recht zuverlässig (88% beim ersten und 84% beim zweiten Gutachter) und als von hoher Qualität (88% bei beiden Gutachtern). Mit dem FKGL-Test lässt sich einschätzen, welches Maß an Schulbildung für das Verständnis eines Textes mindestens erforderlich ist. Die von ChatGPT-4o bereitgestellten Informationen erreichten auf der FKGL-Skala einen Wert von 10,77±1,58. Dies lässt auf einen komplexen Text schließen, dessen Inhalt nur von solchen Personen vollständig erfasst werden kann, die sich beruflich mit dem Thema beschäftigen, um das es geht. Zusammen mit den übrigen in der Studie angewendeten Indizes deuteten die Ergebnisse darauf hin, dass die Antworten der KI ein hohes Maß an Lesekompetenz voraussetzten, erklären die Autoren. (ac)
Mehr erfahren zu: "Boehringer Ingelheim stoppt Investitionen in Deutschland" Boehringer Ingelheim stoppt Investitionen in Deutschland 900 Millionen Euro, die eigentlich für hiesige Standorte des Pharma-Konzerns Boehringer Ingelheim vorgesehen waren, werden nun in anderen Weltregionen investiert. Der Unternehmenschef wählt klare Worte.
Mehr erfahren zu: "Mikroplastik verändert Reaktion des Körpers auf Allergene" Mikroplastik verändert Reaktion des Körpers auf Allergene Eine Studie am Mausmodell zeigt den Einfluss von Mikroplastik-Partikeln auf Immunantwort und Entzündungen der Atemwege: Die Partikel bleiben in der Lunge der Mäuse und kann die Allergie-Immunreaktion verändern.
Mehr erfahren zu: "Molekulare Veränderungen durch Vaping: Aromen und Gerätetyp spielen eine Schlüsselrolle" Molekulare Veränderungen durch Vaping: Aromen und Gerätetyp spielen eine Schlüsselrolle US-Forscher haben Veränderungen der Genexpression bei Rauchern, Vapern und Nichtkonsumenten verglichen. Dabei sammelten sie Informationen zu molekularen Signalwegen, die mit Krebs und anderen Erkrankungen in Verbindung stehen.