Anwendungsorientierte Kryokonservierung zur regenerativen Behandlung von AMD22. August 2019 Dr. Ina Meiser vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT. Foto: Fraunhofer IBMT. Die Hans-und-Ruth-Giessen-Stiftung hat einen ihrer Förderpreise 2019 an Dr. Ina Meiser (Naturwissenschaften) verliehen. Der Preis ist dotiert mit 20.000 Euro und unterstützt Meisers Forschungsarbeiten zur verlustfreien Langzeitlagerung zellbasierter Transplantate. Dr. Ina Meiser, geb. 1982 in Lebach, promovierte 2014 an der Universität des Saarlandes über komplexe Zellsysteme im Kontext neuer Therapien und leitet seit 2016 die Arbeitsgruppe Kryobiotechnologie am Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT in Sulzbach (Saar). Sie möchte mit ihrem Vorhaben “Anwendungsorientierte Kryokonservierung zur regenerativen Behandlung von altersbedingter Makuladegeneration (AMD)” die verlustfreie Langzeitlagerung zellbasierter Transplantate realisieren und so eine Brücke zwischen künstlicher Gewebezüchtung (Tissue Engineering) im Labor und der Transplantation dieser Gewebe im OP schlagen. In einem innovativen therapeutischen Ansatz, der sich bereits in klinischen Studien befindet, werden aus humanen induziert pluripotenten Stammzellen im Labor durch zeitintensive Differenzierungsprozesse funktionale Netzhaut-Zellen gezüchtet, die zur Regeneration der Sehkraft von AMD-Patienten verwendet werden sollen. Meiser möchte mit ihrem Vorhaben die zeitlich uneingeschränkte Vorratshaltung dieser Zellen in einer applikationsgerechten Form realisieren, sodass eine breite Anwendung dieser vielversprechenden kurativen Therapie zur Routine werden kann und in greifbare Nähe rückt. Mit dem ihr verliehenen Förderpreis möchte Meiser einen Forschungsaufenthalt an einem Partnerinstitut in Frankreich finanzieren, um die anwendungsorientierte Kryokonservierung voranzutreiben und ihr Netzwerk für künftige Kooperationen auszubauen. Ebenso möchte sie die in der Zusammenarbeit entstandenen Ergebnisse auf Fachkonferenzen und in Fachzeitschriften veröffentlichen und diskutieren. Quelle: Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT / Hans-und-Ruth-Giessen-Stiftung
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