Arzneimittelengpässe: Online-Preise für rezeptfreie Medikamente gestiegen11. April 2023 Foto: © yuriygolub/stock.adobe.com Dass bestimmte, auch gängige Medikamente seit einiger Zeit manchmal nur schwer in den Apotheken vor Ort zu bekommen sind, ist bekannt. Der aktuelle Preisvergleich eines einschlägigen Internetportals zeigt nun: Auch im Online-Handel sind rezeptfreie Medikamente inzwischen schlechter verfügbar als noch vor einem Jahr. Parallel dazu steigen die Preise. Um herauszufinden, wie es um die Verfügbarkeiten und die Preisgestaltung nichtverschreibungspflichtiger Arzneimittel bestellt ist, nahm die Preisvergleichsplattform „idealo“ rund 20 Warengruppen aus dem Medikamentenbereich genauer unter die Lupe – darunter zum Beispiel Schmerzmittel, Magen-Darm- oder Herz-Kreislauf-Medikamente. Analysiert wurden die Entwicklung verfügbarer Angebote und der Nachfrage sowie die Veränderung der Durchschnittspreise je Kategorie auf idealo.de. Durchweg weniger Angebote In jeder der untersuchten Kategorien ist es „idealo“ zufolge zu einem deutlichen Rückgang der Angebote gekommen: So gab es im März 2023 im Schnitt etwa 35 Prozent weniger Schmerzmittel, 33 Prozent weniger Diabetes-Medikamente und 29 Prozent weniger Nerven-, Schlaf- und Beruhigungsmittel als im gleichen Monat des Vorjahres. Am deutlichsten zeigt sich die Entwicklung im Bereich der Medikamente zur Behandlung von Erkältungen: Hier sei das Angebot im Schnitt um 42 Prozent zurückgegangen, meldet „idealo“. Das verringerte Angebot und die erhöhte Nachfrage wirken sich indessen auch auf die Durchschnittspreise aus. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind laut dem „idealo“-Vergleich die Preise im März 2023 über beinahe alle Kategorien hinweg gestiegen. Den höchsten Anstieg verzeichnet die Preisvergleichsplattform für Schmerzmittel, die aktuell im Schnitt 49 Prozent mehr kosten. Zahlten Verbraucher für eine Packung im März 2022 noch durchschnittlich 4,29 Euro, so sind es aktuell bereits 6,39 Euro. Im Schnitt teurer geworden sind laut „idealo“ unter anderem auch Nieren- und Blasenmedikamente (+18 Prozent), Nerven-, Schlaf- und Beruhigungsmittel (+15 Prozent), Herz-Kreislauf-Medikamente (+11 Prozent) oder Erkältungsmittel (+11 Prozent).
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