Asthma: Einfluss der Luftqualität im Schul- und frühen Erwachsenenalter

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Aufbauend auf Daten zu Teilnehmern aus der Geburtenkohorte BAMSE (Akronym für den schwedischen Namen der Studie zu Kindern, Allergien, Umwelt, Stockholm und Epidemiologie) haben die Autoren einer neuen Publikation Zusammenhänge zwischen Veränderungen der Luftbelastung durch Schadstoffe in einem Gebiet mit meistenteils geringer Luftverschmutzung und Asthmaanfällen in der Entwicklung vom Schulkind bis zum jungen Erwachsen untersucht.

Die Arbeitsgruppe nahm BAMSE-Teilnehmer aus Stockholm (Schweden) in ihre Analyse auf, die vor der 8-Jahres-Nachbeobachtung keine Anzeichen für Asthma gezeigt hatten (n=2371). Man schätzte den Zusammenhang zwischen der Veränderung der individuellen Luftschadstoffexposition (aerodynamischer Partikeldurchmesser ≤2,5 μm [PM2,5] und Partikelgröße ≤10 μm [PM10], Ruß [BC] und Stickoxide [NOx]) vom 1. Lebensjahr bis zur Nachbeobachtung nach 8 Jahren und der Asthmainzidenz zwischen dem 8. und dem 24. Jahr des Follow-up.

Die Luftverschmutzung am Wohnort nahm während des Untersuchungszeitraumes ab, bei Reduktionen von median 5,6% für PM2,5 sowie 3,1% für PM10 und 5,9% für BC sowie 26,8% für NOx. In der Nachbeobachtung (8.–24. Lebensjahr) kam es zu insgesamt 395 Asthmafällen. Die OR für Asthma betrug 0,89 (95%-KI 0,80–0,99) für jede Reduktion des PM2,5-Interquartilbereiches (entspricht 8,1% Reduktion). Bei PM10, BC und NOx waren die Assoziationen nach Angaben der Wissenschaftler weniger klar.

Sie ermittelten 5 unterschiedliche Verläufe mit mehreren beteiligten Schadstoffen. Dabei war die Kurve, die am stärksten nach unten verlief, im Vergleich zu derjenigen mit der geringsten Reduktion mit der geringsten Asthmawahrscheinlichkeit assoziiert (OR 0,55; 95%-KI 0,31–0,98). Wäre die PM2,5-Last bis zur Nachuntersuchung nach 8 Jahren nicht zurückgegangen, wäre mit einer um schätzungsweise 10,9% höheren hypothetischen Asthmahäufigkeit zu rechnen gewesen (95%-KI 0,8–20,8).

Fazit
Die Forschenden beobachteten, dass ein Rückgang der Werte für Feinstaub während der Kindheit unter den untersuchten Umständen mit einem geringeren Asthmarisiko in der Zeit zwischen der Schulpflichtigkeit und dem frühen Erwachsenenalter verbunden war. Dies lasse auf umfassende Vorteile einer besseren Luftqualität für die Atemwegsgesundheit schließen, meinen die Forschenden. (ac)

Autoren: Yu Z et al.
Korrespondenz: Zhebin Yu; [email protected]
Studie: Improved Air Quality and Asthma Incidence from School Age to Young Adulthood: A Population-based Prospective Cohort Study
Quelle: Ann Am Thorac Soc 2024;21(10):1432–1440.
Web: https://doi.org/10.1513/AnnalsATS.202402-200OC