Asthmatherapie: Vereinfachung des Regimes hilft auch Kindern7. Juli 2022 Foto: ©bubutu – stock.adobe.com Bei erwachsenen Asthmapatienten deutet die Studienlage auf eine bessere Therapietreue hin, wenn ein Behandlungsregime mit inhalativen Corticosteroiden (ICS) vereinfacht wird. Eine kanadische Arbeitsgruppe hat nun in einer retrospektiven Beobachtungsstudie für Kinder mit Asthma gezeigt, dass dies auch für Kinder gilt. In ihrer Studie bewerteten die Wissenschaftler die Auswirkung einer einmal im Vergleich zu einer zweimal täglichen ICS-Anwendung auf die Adhärenz bei 232 Kindern (61% Jungen; Durchschnittsalter 5,8 [Standardabweichung 3,6] Jahre) anhand einer linearen multivariablen Regressionsanalyse mit Anpassung an Kovariaten. Primärer Adhärenzendpunkt war die Anzahl der Tage, für die das Medikament ausgegeben worden war, dividiert durch die Anzahl der Tage, für die es verschrieben worden war (proportion of prescribed days covered [PPDC]). Zu den sekundären Endpunkten gehörte der Anteil der Kinder mit einer Adhärenz von mindestens 75 Prozent, die anhand logistischer Regressionsmodelle analysiert wurde. Die ICS wurden von 120 Kindern einmal täglich und von 112 Patienten zweimal täglich verwendet. Der mittlere PPDC betrug 66,8 Prozent für die Gruppe mit einmal täglicher und 57,9 Prozent für die Gruppe mit zweimal täglicher Verwendung (p=0,03). Kinder, denen einmal täglich ICS verschrieben worden waren, hatten eine um 7,2 Prozent (95%-KI 1,3–13,1) höhere durchschnittliche PPDC als diejenigen in der Gruppe mit zweimal täglicher Anwendung. In der Gruppe mit einmal täglichem Gebrauch war zudem die Wahrscheinlichkeit höher, einen PPDC von mindestens 75 Prozent zu erreichen (71,4% vs. 45,5%; OR 1,80; 95%-KI 1,01–3,26). Ob der Gewinn an Adhärenz zu einer besseren Asthmakontrolle und zu besseren Gesundheits-Outcomes führe, müsse aber noch evaluiert werden, schreiben die Forschenden. (ac)
Mehr erfahren zu: "Rauchen während der Schwangerschaft mit einem höheren Risiko für psychische Probleme bei Kindern assoziiert" Rauchen während der Schwangerschaft mit einem höheren Risiko für psychische Probleme bei Kindern assoziiert Laut einer großen Studie, die vom ECHO-Programm (Environmental influences on Child Health Outcomes) der National Institutes of Health finanziert wurde, haben Kinder, die vor der Geburt mütterlichem Rauchen ausgesetzt waren, […]
Mehr erfahren zu: "Tumorzelleigenes „Alarmsystem“ verbessert Wirksamkeit der CAR-T-Zell-Therapie" Tumorzelleigenes „Alarmsystem“ verbessert Wirksamkeit der CAR-T-Zell-Therapie Münchener Wissenschaftler haben mit einer Förderung der Wilhelm Sander-Stiftung in Höhe von 146.000 Euro zentrale Resistenzmechanismen von Tumorzellen gegenüber CAR-T-Zellen aufgedeckt.
Mehr erfahren zu: "Androgene fördern das Wachstum von PFA-Ependymomen" Androgene fördern das Wachstum von PFA-Ependymomen Ein internationales Team hat herausgefunden, was das Wachstum von Ependymomen der hinteren Schädelgrube Typ A (PFA-Ependymom) antreibt. Dies eröffnet neue Behandlungsansätze.