Atopische Dermatitis: Positiver Nutzen von Lebrikizumab in Phase-III-Studien

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Zwei Phase-III-Studien deuten darauf hin, dass eine 16-wöchige Behandlung mit dem Medikament Lebrikizumab bei Erwachsenen und Jugendlichen mit mittelschwerer bis schwerer Dermatitis wirksam war. Das geht aus einer im „New England Journal of Medicine“ veröffentlichten Arbeit hervor.

Atopische Dermatitis ist die häufigste chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit einer weltweiten Prävalenz von 20 Prozent bei Kindern und bis zu sieben Prozent bei Erwachsenen.

Dies seien die bisher umfangreichsten Studien zu Lebrikizumab bei atopischer Dermatitis, sagte Prof. Jonathan I. Silverberg von der George Washington University School of Medicine & Health Sciences (USA). Die Ergebnisse zeigen, dass Lebrikizumab bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis sicher, wirksam und gut verträglich ist.

Silverberg und seine Kollegen führten zwei identisch konzipierte Phase-III-Studien durch, um die Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments zu untersuchen. In der ersten Studie teilte das Team 283 Patienten randomisiert in die Wirkstoffgruppe und 141 Patienten in die Placebogruppe ein. In der zweiten Studie erhielten 281 Patienten Lebrikizumab und 146 Patienten waren in der Placebogruppe.

Nach 16 Wochen hatten die Patienten unter der Verumtherapie eine deutlich bessere Haut, weniger Juckreiz und einen besseren Schlaf. Die Forschenden weisen darauf hin, dass 16 Wochen nicht ausreichen würden, um die langfristige Sicherheit zu beurteilen, doch deute diese Studie darauf hin, dass nur leichte oder mäßige Nebenwirkungen mit geringer Häufigkeit auftreten würden. Weitere Studien müssten durchgeführt werden, um die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments zu belegen, so Silverberg.

Die Ergebnisse bestätigen auch die zentrale Rolle von Interleukin-13 in der Pathogenese der Krankheit. Die Forscher glauben, dass Lebrikizumab an Interleukin-13 bindet und so zu einer Verbesserung der Dermatitis führt.

Die Studien wurde am 15. März im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. Diese Studie wurde von Dermira, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Eli Lilly and Company, finanziert.