Atopische Dermatitis: Studie vergleicht Kuhmilch- mit Ziegenmilch-Säuglingsnahrung9. Juni 2026 Symbolbild: © StockMediaSeller – stock.adobe.com Säuglingsnahrung auf Basis von Ziegenvollmilch könnte dazu beitragen, vor der Entwicklung einer Atopischen Dermatitis zu schützen, so das Ergebnis einer Studie in „Clinical Nutrition“. Die Studie mit mehr als 2.100 Säuglingen zeigte, dass die Ernährung mit Säuglingsmilchnahrung auf Basis von Ziegenvollmilch (WGF) das Auftreten einer ärztlich diagnostizierten Atopischen Dermatitis (AD) um 34 Prozent senken kann. Die GIraFFE-Studie (Goat Infant Formula Feeding and Eczema) wurde von einem Team der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München koordiniert und in Zusammenarbeit mit elf Zentren in Spanien, Polen und Deutschland durchgeführt. Die Forschenden konnten ebenfalls nachweisen, dass bei Säuglingen mit AD in der Familienanamnese die Fütterung mit WGF-Säuglingsnahrung das Risiko einer ärztlich diagnostizierten AD bis zum Alter von einem Jahr um 64 Prozent senkte, verglichen mit Standard-Kuhmilchnahrung (CF). Die Anzahl der AD-Diagnosen, die ausschließlich bei drei Studienbesuchen im Säuglingsalter gestellt wurden, war geringer und wurde durch die Wahl der Säuglingsnahrung nicht beeinflusst. Präventiver Effekt von Ziegenvollmilch erkennbar Die optimale Ernährungsform für Säuglinge ist das Stillen. Die überwiegende Anzahl von Säuglingen erhält jedoch im Laufe des ersten Lebensjahres zusätzlich zum Stillen oder anstelle des Stillens Flaschennahrung. Die vorliegende Studie kommt zu dem Schluss, dass Säuglingsnahrung auf Basis von Ziegenvollmilch einen präventiven Effekt auf die Entwicklung von Ekzemen bei Säuglingen mit einer familiären Disposition für diese Erkrankung aufweisen kann. Geleitet wurde die Studie von Prof. Berthold Koletzko am Dr. von Haunerschen Kinderspital des LMU Klinikums. „Die vorliegenden Ergebnisse sind praktisch wichtig, denn Ekzeme sind eine chronische Erkrankung, die für die betroffenen Kinder und ihre Familien eine erhebliche Belastung darstellt“, sagt Koletzko. „Eine Atopische Dermatitis mit chronischem Juckreiz kann die Entwicklung des Kindes, den Schlaf und die Lebensqualität des Kindes und der ganzen Familie stark beeinträchtigen.” Die GIraFFE-Studie wird die teilnehmenden Kinder bis zum Alter von fünf Jahren weiter begleiten.
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