Atopische Dermatitis und Staphylococcus aureus : Spezifische Phäno- und Endotypen23. Januar 2019 © Zerbor – fotolia.com Die Haut von Patienten mit Atopischer Dermatitis (AD) wird für gewöhnlich von Staphylococcus aureus (S. aureus+) kolonisiert, doch was diese Patientengruppe von Patienten mit Atopischer Dermatitis unterscheidet, die keine Kolonisation mit Staphylococcus aureus (S. aureus) aufweisen, ist bislang nicht hinlänglich untersucht worden. Ein Team US-amerikanischer Dermatologen hat daher in einer multizentrischen Querschnittsstudie evaluiert, ob diese beiden Gruppen spezifische phänotypische oder endotypische Merkmale aufweisen. Hierzu wurden 51 S. aureus+ Patienten mit AD und 45 S.-aureus-AD-Patienten sowie 46 nicht atopische S.-aureus-Kontrollprobanden inkludiert. Es wurden die Filaggrin-Genotypen bestimmt sowie der Schweregrad der Erkrankung (Eczema Area and Severity Index, Rajka-Langeland Severity Score, Investigator‘s Global Assessment Score, Numerical Rating Scale, Dermatology Life Quality Index) festgelegt. Die Physiologie der Haut wurde durch verschiedene Methoden (transepidermaler Wasserverlust, Integrität des Stratum corneum, Hydrierung und pH-Wert) ermessen, ebenso die Serum-Biomarker. Die Autoren fanden heraus, dass S. aureus+ AD-Patienten gemäß der zuvor genannten Untersuchungen unter schwereren Ausprägungen der Krankheit leiden, mit Ausnahme von Juckreiz (gemäß der Numerical Rating Scale); darüber hinaus wiesen die Patienten höhere Level von Typ 2 Biomarkern auf (Anzahl eosinophiler Granulozyten, tIgE, CCL17, Periostin). Zusätzlich hatten die S. aureus+ AD-Patienten eine signifikant erhöhte Allergensensibilisierung (Phadiatop und tIgE), eine Barriere-Dysfunktion der Haut (transepidermaler Wasserverlust, Integrität des Stratum corneum) sowie mehr Lactatdehydrogenase als die S.-aureus-AD-Patienten oder die nicht atopischen S.-aureus- Kontrollpatienten. Filaggrinmutationen waren nicht mit einer Kolonisierung durch Staphylococcus aureus assoziiert. Im Fazit schreiben die Autoren, dass S. aureus+ AD-Patienten häufiger unter einer schweren Ausprägung der Krankheit leiden und eine stärker abweichende Typ 2 Immunantwort, höhere Allergen-Sensibilisierung sowie stärkere Dysfunktion der Hautbarriere aufweisen als dies bei S.-aureus-AD-Patienten der Fall ist.
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