Auf der Suche nach neutralisierenden Antikörpern gegen SARS-CoV-226. März 2020 Entwicklung eines serologischen Tests zur Untersuchung von Blut- und Plasmaproben, um herauszufinden, ob eine Grundimmunität gegenüber SARS-CoV-2 vorliegt. (Quelle: NMI) Auch das NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen nimmt sich der Erforschung von Infektionen mit SARS-CoV-2 an. So wird einerseits die (Grund-)Immunität gegenüber COVID-19 erforscht, andererseits beteiligt sich das Forschungsinstitut als Konsortiumsmitglied an der Entwicklung neutralisierender Antikörper. Am NMI in Reutlingen sollen die Immunantwort auf Infektionen mit dem Coronavirus erforscht sowie spezifische Antigene identifiziert werden, mittels derer die Diagnostik verbessert sowie die Entwicklung eines Impfstoffs vorangetrieben werden kann. Ziel ist, die Seroprävalenz innerhalb der Gesellschaft zu erfassen und herauszufinden, ob eine (Grund-)Immunität vorliegt. „Besonders relevant sind Erkenntnisse über den Immunschutz für das medizinische Personal, welches bei der Patientenversorgung eingesetzt wird“, erklärt Dr. Nicole Schneiderhan-Marra, stellvertretende Leiterin des Bereichs Pharma und Biotech am NMI. Dazu wird eine Vielzahl von Proben analysiert. Um eine hohe Anzahl von Probenmessungen schnell und effizient durchführen zu können, wird ein hochdurchsatzfähiger Pipettierroboter zum Einsatz kommen. Neben ausgefeiltem, technischem Equipment greift das NMI bei der Entwicklung von serologischen Analysen aber vor allem auf seine langjährige Erfahrung in der Durchführung von Screening-Projekten für Infektionskrankheiten zurück. Des Weiteren engagiert sich das NMI in diversen Netzwerken und Verbünden. So ist das Forschungsinstitut auch Mitglied in einem jüngst gegründeten, internationalen Konsortium, welches sich der Entwicklung von SARS-CoV-2 neutralisierenden Antikörpern annimmt. Im Rahmen dieser Allianz streben Forschungseinrichtungen und Kliniken eine enge Zusammenarbeit an, um die Entwicklung einer Therapie für immungeschwächte Personen voranzutreiben. Dies ist notwendig, da zum Beispiel Krebspatienten aufgrund ihres geschwächten Immunsystems nicht geimpft werden können, sollte in der Zukunft ein Impfstoff gegen Corona entwickelt werden. Jeder leistet, was er kann Die fachlich breitgefächerte Aufstellung des NMI ermöglicht es dem Institut, sich dem Coronavirus auf verschiedenen Ebenen zu nähern und somit zu der Entwicklung von Diagnose- und Therapiemöglichkeiten beizutragen. Prof. Katja Schenke-Layland, Direktorin des NMI, fasst zusammen: „In dieser Krise müssen wir zusammenhalten und jeder muss seinen Beitrag leisten. Als Forschungseinrichtung arbeiten wir gemeinsam mit Partnern aus der Industrie, den Kliniken sowie universitärer und außeruniversitärer Forschung daran, weitere Facetten der Krankheit zu beleuchten, um so bei der Bewältigung der Pandemie mitzuwirken“. Gerade aus diesem Grund, so erklärt das NMI, sei man offen für weitere Kooperationen und Gemeinschaftsprojekte, die die Gesellschaft im Kampf gegen Corona voranbringen.
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