Auszeichnung für Kieler Projekt zur Dialyse zu Hause19. Oktober 2026 Verleihung des Otsuka Team Award Nephrology+ durch Prof. Josef M. Pfeilschifter, den Vorsitzenden der Jury, an das Gewinnerteam des UKSH, Campus Kiel: Pfeilschifter, Dr. Maria Regina Dahl (Otsuka), PD Dr. Benedikt Kolbrink, Meike Hoffmann, Prof. Kevin Schulte (v. l.). Foto: Andrea Katheder Ein Team der Klinik für Innere Medizin IV mit den Schwerpunkten Nieren- und Hochdruckkrankheiten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ist für ein Projekt zur Bauchfelldialyse ausgezeichnet worden. Das Projekt SKIP-SH erleichtert nierenkranken Menschen in Schleswig-Holstein den Zugang zur Bauchfelldialyse, die zu Hause durchgeführt werden kann. Im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) in Leipzig erhielt das Projekt den „Otsuka Team Award Nephrology+“. Der Preis wird jährlich von Otsuka Pharma ausgeschrieben und von der DGfN unterstützt. Damit zeichnen das Unternehmen und die Fachgesellschaft interdisziplinäre Behandlungskonzepte aus, die eine nachhaltige und übertragbare Verbesserung der Krankenversorgung realisieren konnten. Der Otsuka Team Award Nephrology+ ist mit 20.000 Euro dotiert. Das Projekt SKIP-SH erleichtert laut einer aktuellen UKSH-Mitteilung den Beginn der Bauchfelldialyse für alle Beteiligten. Die Projektteilnehmer beraten Betroffene ärztlich und pflegerisch über alle Behandlungsoptionen, koordinieren Termine zwischen Praxen und Klinik und bilden medizinisches Fachpersonal der Region fort. In Schleswig-Holstein nutzten zu Projektbeginn weniger als fünf Prozent der Dialysepatienten dieses Verfahren. Ursächlich dafür seien vor allem historisch gewachsene Versorgungsstrukturen, heißt es weiter in der Mitteilung. Durch das Projekt konnte dem UKSH zufolge der Anteil der Bauchfelldialyse an den Nierenersatztherapien in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert werden. Künftig soll das Angebot um die assistierte Bauchfelldialyse erweitert werden. Damit soll der Zugang zur Behandlung zu Hause auch für pflegebedürftige Menschen erleichtert werden, welche die Dialyse nicht eigenständig ausführen können. Nachhaltige Verbesserung der Krankenversorgung „Diese Auszeichnung gilt dem gesamten Team von SKIP-SH und unserer Klinik und wir freuen uns, damit das Projekt weiterentwickeln zu können“, kommentierte PD Dr. Benedikt Kolbrink, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie und Initiator von SKIP-SH. „Die Wahl des Dialyseverfahrens ist eine medizinische, pflegerische und biografische Frage zugleich. Wir treffen sie deshalb gemeinsam mit den Betroffenen und den behandelnden Nephrologinnen und Nephrologen der Region.“ Zum ausgezeichneten Team gehören neben Kolbrink und Prof. Kevin Schulte, beide Fachärzte für Innere Medizin und Nephrologie, die Pflegefachkraft Meike Hoffmann und die Ökotrophologin Anneke Dubbeldam. Gefördert wurde SKIP-SH aus dem Versorgungssicherungsfonds des Landes Schleswig-Holstein sowie mit Unterstützung der Industrie. (md/BIERMANN) Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Weinmann-Menke an die Spitze der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie gewählt Apixaban bei Dialysepatienten mit neu diagnostiziertem Vorhofflimmern
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