Auszeichnungen auf der 92. DGK-Jahrestagung

Symbolfoto: ©Brad Pict/stock.adobe.com

Auch in diesem Jahr wurden anlässlich der 92. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim eine ganze Reihe von Preisen, Auszeichnungen und Stipendien verliehen. Ein Überblick.

von Dr. Aileen Hochhäuser

Vergeben wurden die folgenden Preise im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 9. April 2026 von Kongresspräsident Prof. Stephan Willems (in der unten aufgeführten Fotogalerie jeweils links im Bild) und DGK-Präsident Prof. Stefan Blankenberg (jeweils rechts im Bild).

Ehrenmitgliedschaft

Aufgrund seines außergewöhnlichen Engagements und seiner unermüdlichen, verantwortungsvollen Mitarbeit in der Fachgesellschaft erhielt Prof. Karl Werdan die Ehrenmitgliedschaft.

Werdan stehe für Verlässlichkeit, wissenschaftliche Exzellenz und kollegiale Führung, so Blankenberg. „Wir danken ihm für sein außerordentliches Wirken und gratulieren ihm von Herzen zur Ehrenmitgliedschaft.“

Albert-Fraenkel-Preis

Für seine herausragenden Forschungsleistungen im Bereich der präklinischen und translationalen Immunothromboseforschung wurde Prof. Konstantin Stark mit dem Albert-Fraenkel-Preis der DGK geehrt. Der Preis ist mit 5200 Euro dotiert. 

Stark ist Clinician Scientist und Professor für vaskuläre Inflammation und Thrombose am LMU Klinikum der Universität München. Aktuelle Arbeiten von Stark erschienen unter anderem in den Fachzeitschriften „Nature Medicine“ und „Immunity“.

Arthur-Weber-Preis

Der Heisenberg-Professor für Immunkardiologie am Universitätsklinikum Würzburg Gustavo Ramos erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Arthur-Weber-Preis. Ramos ist zudem Leiter des Immunkardiologischen Labors am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI).

Die DGK würdigt seine Leistung zur Verknüpfung von Immunologie und Kardiologie. Ein Meilenstein seiner Forschung war die Identifikation eines kardialen Antigens, das T-Helferzellen für Heilung nach einem Herzinfarkt aktiviert.

Hier zu sehen ist er mit Prof. Jürgen Schrader, (2. v. l.) und Prof. Lutz Hein (2. v. r.) von der Arthur-Weber-Stiftung.

Paul-Morawitz-Preis

Der Paul-Morawitz-Preis wird für hervorragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Kardiologie verliehen. In diesem Jahr durfte sich DGK-Past-Präsident Prof. Holger Thiele über die mit 5200 Euro dotierte Auszeichnung freuen.

Der am Herzzentrum Leipzig tätige Kardiologe gehört im Bereich Klinische Medizin zu den 443 am häufigsten zitierten Forschenden.

Links von Thiele zu sehen ist Angelika Stafflage, Medical Affairs Lead Amyloidosis bei Astrazeneca. Der Preis wird von dem Unternehmen gefördert.

DGK-Forschungspreis für klinische Lipidforschung

Der DGK-Forschungspreis für klinische Lipidforschung wurde in diesem Jahr an zwei Preisträgerinnen vergeben.

Dr. Veronika Sanin vom Deutschen Herzzentrum München (links) wurde für ihre Leistungen als Leiterin der VRONI-Studie zur Früherkennung der Familiären Hypercholesterinämie ausgezeichnet.

Dr. Paulina Stürzebecher von der Klinik und Poliklinik für Kardiologie des Universitätsklinikums Leipzig (Mitte) erhielt den Preis für ihre Arbeit am Statin-Intoleranz-Register.

Der von der Daiichi Sankyo Deutschland GmbH geförderte Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Ebenfalls auf dem Foto: Dr. Katja Tuppatsch von Daiichi Sankyo Deutschland.

Preis für Wissenschaftsjournalismus

Für sein außergewöhnliches Engagement, fundiertes medizinisches Wissen für alle zugänglich zu machen, erhielt der Biologe, Buchautor und Wissenschaftsjournalist Frederik Jötten den Preis für Wissenschaftsjournalismus.

Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert und wird vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie vergeben.

Jötten veröffentlicht Beiträge unter anderem für den „Tagesspiegel“, „Die Zeit“ und „Scientific American“. Außerdem ist er Autor der Gesundheitskolumne „Wir machen und mal frei“ bei „Spiegel Online“.

Oskar-Lapp-Forschungsstipendium und Franz-Maximilian-Groedel-Forschungspreis

Das Oskar-Lapp-Forschungsstipendium erhält Prof. Dario Bongiovanni aus Augsburg für sein Forschungsprojekt „Decoding platelet dynamics: precision biomarkers for thrombo-inflammatory pathways in myocardial infarction“.

Des Weiteren wurde Bongiovanni mit dem Franz-Maximilian-Groedel-Forschungspreis für seine Arbeit „Reticulated platelets in coronary artery disease: A multidimentsional approach funveils prothrombotic signalling and novel therapeutic targets“ ausgezeichnet.

Im Bild links von Bongiovanni ist Bastian Fiedler, Geschäftsführer der m:con – mannheim:congress GmbH, zu sehen, die den Franz-Maximilian-Groedel-Forschungspreis fördert.

Oskar-Lapp-Forschungspreis

Die Oskar-Lapp-Stiftung fördert sowohl ein Forschungsstipendium als auch einen Forschungspreis.

Dr. Shinwan Kany aus Hamburg darf sich über den Oskar-Lapp-Forschungspreis für seine Arbeit „Multitrait analyses identify genetic variants associated with aortic valve function and aortic stenosis risk“ freuen.

Ebenfalls erfreut über die Auszeichnung: Prof. Thomas Nordt (2. v. l.) und Maximilian Lapp (2. v. r.).

Klaus-Georg-und-Sigrid-Hengstberger-Forschungsstipendium

Das von der Hengstberger-Stiftung gestiftete Klaus-Georg-und-Sigrid-Hengstberger-Forschungsstipendium wird für die experimentelle und klinische Forschung auf dem Gebiet der Kardiomyopathien vergeben.

Der diesjährige Preisträger ist Dr. Kai-Uwe Jarr aus Heidelberg für sein Forschungsvorhaben „Förderung der Efferozytose als neuer therapeutischer Ansatz bei inflammatorischer Kardiomyopathie“.

Andreas-Grüntzig-Forschungspreis

Der mit 5000 Euro dotierte Andreas-Grüntzig-Forschungspreis geht an Dr. David Koeckerling aus Heidelberg. Ausgezeichnet wird seine Arbeit „Longterm mortality after PCI or CABG for left main stem disease: Updated Metaanalysis of randomized trials using reconstructed individual participant survival data“.

Der Preis wird an klinisch tätige Medizinerinnen und Mediziner verliehen, deren wissenschaftliche Arbeiten sich mit Fragen der interventionellen Koronardiagnostik und Koronartherapie beschäftigen.

Karl-Ludwig-Neuhaus-Forschungspreis der ALKK

Mit dem Karl-Ludwig-Neuhaus-Forschungspreis der Arbeitsgemeinschaft Leitende Kardiologische Krankenhausärzte (ALKK) werden wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit der klinischen Kardiologie beschäftigen.

In diesem Jahr erhielten diesen sowohl Dr. Moritz Rothe aus Wiesbaden (2. v. l.) als auch Prof. Karl Heinrich Scholz aus Hildesheim (Mitte). Ebenfalls im Bild zu sehen ist der ALKK-Vorsitzende Prof. Patrick Diemert (2. v. r.).

Förderpreis der Stiftung Versorgungsforschung der ALKK

Ferner wurde auf dem DGK der Förderpreis der Stiftung Versorgungsforschung der ALKK an Prof. Julinda Mehilli aus Landshut vergeben.

Ausgezeichnet wurde ihre Arbeit „Patientenberichtete Erwartungen, Erfahrungen und klinische Ereignisse vor und nach kathetergestützter Herzklappenintervention: ein multizentrisches prospektives Register der ALKK-Institutionen“.

Otto-Hess-Promotionspreis

  1. Platz: Carla Schikarski aus Aachen für ihre Posterpräsentation: „Ureamia induces a proinflammatory and profibrotic activation of megakaryocytes and platelets in CKD“
  2. Platz: Mikail Tumani aus Heidelberg für seine Posterpräsentiation: „Investigating immune checkpoint inhibitor-associated myocarditis: Insights from a GBP5 dysfunctional knock-in mouse model“
  3. Platz: Anna Zlatopolskaia aus Heidelberg für ihre Posterpräsentation: „Proarrhythmic effects of inward-rectifier potassium channel (Kir) modulation in heart failure“

Forschungspreis „Digitale Innovationen in der Herzmedizin“

Ebenfalls auf der DGK-Jahrestagung verliehen wurde der Forschungspreis „Digitale Innovationen in der Herzmedizin“. Der von der Sana Klinken AG geförderte und mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Deutschen Herzstiftung gemeinsam mit der Sektion eCardiology der DGK vergeben.

Diesjähriger Preisträger ist Dr. Antonius Büscher vom Universitätsklinikum Münster für sein Forschungsprojekt „Deep-Learning-basiertes EKG-Modell zur Risikostratifizierung hinsichtlich der Notwendigkeit koronarer Revaskularisation in der Notaufnahme“.

Auf dem Foto wird Büscher (Mitte) flankiert von (v. l.): Matthias Bescherer, kommissarischer Leiter des Bereichs Medizin und Prozesse der Sana Kliniken AG, Prof. Armin Welz, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung, Prof. Benjamin Meder, Sprecher Sektion eCardiology der DGK und Prof. Thorsten Dill, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie, Sana Krankenhaus Benrath.

Hinweis: Alle hier gezeigten Bilder (Fotograf: Thomas Hauss/DGK) wurden von der DGK oder der Deutschen Herzstiftung zur Verfügung gestellt.