Awareness Day zu Prostatakrebs findet im Januar im Europäischen Parlament statt

Europäisches Parlament
Im Europäischen Parlament in Brüssel diskutieren im Januar Experten und Politiker über Prostatakrebs. Foto: Sergii Figurnyi

Um die Prostatakrebs-Früherkennung mit den politischen Entscheidungsträgern in Europa neu zu diskutieren, veranstalten die European Association of Urology (EAU) und ihre Partner am 22. Januar 2019 in Brüssel einen Europäischen Tag zum Bewusstsein gegen Prostatakrebs (European Prostate Cancer Awareness Day, EPAD).

Prostatakrebs ist auf dem Vormarsch und der häufigste Krebs bei Männern. Tatsächlich ist dies die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern in Europa mit wichtigen Folgen für die Gesundheitssysteme. Um Leben zu retten und eine hohe Lebensqualität zu gewährleisten, seien sofortige europäische Maßnahmen erforderlich, betont die EAU.

Die Inzidenz von fortgeschrittenem Prostatakrebs in einigen Ländern spiegelt wahrscheinlich die späte Entdeckung der Erkrankung wider. Das mangelnde Bewusstsein für die Notwendigkeit der Früherkennung und in einigen Fällen das Fehlen geeigneter diagnostischer Hilfsmittel führen nach EAU-Sicht zu einer (zu) späten Entdeckung der Krankheit.

Aktuelle Daten zeigten, dass PSA-Tests in Screening-Programmen der Bevölkerung die Sterblichkeitsrate von Prostatakrebs senken können. Die Diskussion über Überdiagnose und Überbehandlung wird jedoch fortgesetzt, während bereits neue Entwicklungen verfügbar sind, die PSA-Tests besser nutzen, und noch darüber hinaus gehen.

Politische Entscheidungsträger, wissenschaftliche Experten und im urologischen Bereich tätige europäische Verbände sowie Vertreter europäischer Patientengruppen, die an Prostatakrankheiten interessiert sind, werden beim Awareness Day im Europäischen Parlament zusammenkommen.

Im Anschluss an ein Strategiepapier über das populationsbasierte PSA-Screening auf Prostatakrebs wird im Rahmen der Veranstaltung untersucht und diskutiert, wie eine frühzeitige Diagnose die Ergebnisse bei europäischen PCa-Patienten verbessert werden kann, indem neue Beweise und Analysen vorgelegt werden, die einen klügeren und zielgerichteten Ansatz der PSA-Tests unterstützen.

Gastgeber des Treffens ist Alojz Peterle, Vorsitzender der Fraktion “Europaabgeordnete gegen Krebs” (MAC), und EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis wird sich aus der Perspektive der Europäischen Kommission mit diesem Thema befassen.

(EAU/ms)