B- und T-Zell-Signaturen als Marker bei Immuntherapie des Melanoms

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Bei Patienten mit Melanom, die eine Immuncheckpoint-Inhibition erhalten, könnten Veränderungen in B- und T-Zell-Populationen Hinweise auf das Ansprechen, das Risiko für Nebenwirkungen und den weiteren Krankheitsverlauf geben.

Das maligne Melanom kann mit Operation, zielgerichteten Arzneimitteln und Immuntherapie behandelt werden, die das körpereigene Immunsystem nutzt, um Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Die Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren hat die Behandlungsergebnisse vieler Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung verändert – doch nahezu die Hälfte der Patienten profitiert nicht davon, und bei einigen entwickeln sich schwerwiegende Nebenwirkungen. Derzeit gibt es keine verlässliche Möglichkeit, vorherzusagen, wer von der Behandlung profitiert.

Koordinierte Veränderungen der Immunantworten

Eine britische Arbeitsgruppe konnte nun Veränderungen von B- und T-Zellen mit unterschiedlichen Überlebensverläufen bei Patienten mit malignem Melanom in Verbindung bringen. Ihre Ergebnisse haben sie im „Journal for Immunotherapy of Cancer“ publiziert.

Das Forschungsteam analysierte diese Zellen in Blutproben vor der Behandlung sowie zu zwei Zeitpunkten während der Behandlung. An der Studie nahmen 24 Patienten mit Melanomen der Stadien II–IV sowie 25 gesunde Probanden teil. Die B- und T-Zellen wurden mithilfe der Masszytometrie charakterisiert. Dies ermöglichte es dem Team, unterschiedliche und mitunter seltene Immunzellpopulationen zu identifizieren und nachzuverfolgen, wie sie sich während der Behandlung veränderten.

Adaptive Immunsignaturen als prädiktive Marker

Eine wirksame immuntherapeutische Behandlung war mit effizienteren B- und T-Zell-Antworten assoziiert. Patienten, deren Zellen während der ersten sechs Behandlungswochen eine erneute Aktivierung und Expansion zeigten, waren mit günstigen klinischen Ergebnissen, einschließlich eines längeren Überlebens, assoziiert. Bei denjenigen, deren Immunsystem während der Behandlung weiterhin unreife oder funktionell eingeschränkte B-Zell-Populationen zeigte, waren die Ergebnisse schlechter.

Bei denjenigen, deren B- und T-Zellen vor der Behandlung weniger gut in der Lage waren, antitumorale Antworten auszulösen, waren die Überlebensverläufe nach der Behandlung schlechter. Bestimmte T-Zell-Subpopulationen waren zudem während der Behandlung mit Nebenwirkungen assoziiert. Es wurden auch große Unterschiede in den Immunzellspiegeln der Patienten festgestellt, die möglicherweise beeinflussen, wie Patienten auf die Immuntherapie ansprechen.

Die Studie legt nahe, dass die Überwachung dieser zirkulierenden adaptiven Immunsignaturen als prädiktive Marker für den Therapieerfolg, das Toxizitätsrisiko und die Echtzeitüberwachung des Nutzens einer Immuntherapie dienen könnte. (ins)