Bakterien wirksam bekämpfen16. Januar 2024 Symbolbild Foto: © Nicolae – stock.adobe.com Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) informiert auf der Grünen Woche in Berlin vom 19. bis zum 28. Januar darüber, wie Antibiotikaresistenzen entstehen und sich ausbreiten, sowie was man selbst gegen Antibiotikaresistenzen tun kann. Antibiotika sind unverzichtbare Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten – sowohl beim Menschen, aber auch bei Haus- und Nutztieren. Werden Bakterien gegenüber einem Antibiotikum unempfindlich, wird von einer Antibiotikaresistenz gesprochen. Das heißt, antibiotische Medikamente können ihre Wirkung nicht mehr entfalten. Ein circa zwei Meter hohes Display in Form einer Lupe weist auf der Grünen Woche den Besucherinnen und Besuchern weithin sichtbar den Weg zum BVL-Messestand in Halle 23a. Darauf abgebildet sind häufig vorkommende Bakterien, die bei Mensch und Tier zum Teil schwere Krankheiten auslösen können. Manche dieser Bakterien sind von Natur aus unempfindlich gegen bestimmte Antibiotika. Andere können resistent gegen das eingesetzte Antibiotikum werden, wenn es zum Beispiel nicht korrekt angewendet wird. Resistente Bakterien können nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern auch vom Nutztier auf Landwirtinnen und Landwirte und vom Haustier auf Tierhalterinnen und Tierhalter (und umgekehrt) direkt übertragen werden. Außerdem können sie sich auf Lebensmitteln befinden. Eine Infografik auf dem Messestand des BVL zeigt anschaulich solche und weitere Verbreitungswege. Virtueller Rundgang durch die Labore Zu den Aufgaben des BVL gehört, die Resistenzentwicklung bei Bakterien von Nutz- und Haustieren zu beobachten und ihrer Verbreitung entgegenzuwirken. Dazu untersucht das BVL fortlaufend Bakterien von erkrankten Tieren auf ihre Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Antibiotika. Diese Arbeit können Besucherinnen und Besucher der Grünen Woche auf einem virtuellen Rundgang durch die Labore des BVL hautnah erleben. Die Ergebnisse des BVL-Antibiotikaresistenzmonitorings helfen Tierärztinnen und Tierärzten, eine sinnvolle Vorauswahl der zur Behandlung geeigneten Antibiotika zu treffen. Außerdem werden sie bei der Zulassung von Antibiotika für die Behandlung von Tieren berücksichtigt. Darüber hinaus informieren die Expertinnen und Experten des BVL auf ihrem Messestand, welche Maßnahmen Verbraucherinnen und Verbraucher selbst gegen die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen ergreifen können. Dazu gehören zum Beispiel die korrekte Anwendung der antibiotisch wirksamen Medikamente, regelmäßiges Händewaschen oder das vollständige Erhitzen von rohem Fleisch oder rohen Eiern. Über das Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Der Messestand des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist Teil des Grüne Woche-Auftritts des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das BVL ist eine eigenständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des BMEL. Es ist für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, Tierarzneimitteln und gentechnisch veränderten Organismen in Deutschland zuständig. Im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit übernimmt es umfassende Managementaufgaben und koordiniert auf verschiedenen Ebenen die Zusammenarbeit zwischen dem Bund, den Bundesländern und der Europäischen Union.
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