Bayern: Gesundheitsministerium fördert KI-Studie zur Herzgesundheit von Frauen10. Juli 2024 Foto: © pada-smith/stock.adobe.com Künstliche Intelligenz (KI) kann die Früherkennung von koronaren Herzerkrankungen (KHK) und Risikokonstellationen für Herzinfarkte bei Frauen verbessern. Das ist das Ergebnis einer Studie, deren Ergebnisse nun vom Gesundheitsministerium vorgestellt wurden. Wenn Frauen einen Herzinfarkt erleiden, sterben sie öfter daran als Männer – denn nicht selten weisen die Patientinnen andere, weniger Herzinfarkt-typische Symptome auf, was die Diagnose erschwert und zu Verzögerungen in der Behandlung führen kann. Hier habe der Einsatz von KI das Potenzial eines Gamechangers, weil dadurch die Diagnostik unterstützt werden kann, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Konkret zeigten erste Tests in der Machbarkeitsstudie, dass eine koronare Herzerkrankung auf Basis der bisher berücksichtigten Daten um bis zu 19 Prozent besser vorhergesagt werden kann als durch „Experteneinschätzungen“. So wird eine schnelle und zielgerichtete Behandlung möglich. Für das Projekt wurden Patientendaten des Klinikums rechts der Isar in München und des Osypka-Herzzentrums exportiert, aufbereitet und anschließend mit unterschiedlichen KI-Modellen analysiert. Das Bayerische Staatsministerium für Digitales hat die Datenauswertung dieses Pilotprojekts, das im Mai 2023 unter der Schirmherrschaft der damaligen Bayerischen Digitalministerin und jetzigen Gesundheitsministerin Judith Gerlach gestartet wurde, mit rund 200.000 Euro gefördert. Gesundheitsministerin Judith Gerlach kommentiert: „Ich bin davon überzeugt, dass KI als Schlüsseltechnologie das Leben der Menschen und vor allem auch unsere Gesundheit verbessern kann! Dabei setze ich mich insbesondere für geschlechterspezifische KI-Anwendungen für Frauen ein. Denn gerade im Gesundheitsbereich gilt, dass Erkrankungen und Beschwerden bei Frauen in anderer Form oder mit anderen Symptomen auftreten als bei Männern. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind hierfür ein Paradebeispiel.“ Die Ministerin fügt hinzu: „Jetzt gilt es, die nächsten Schritte anzugehen und neue, umfassendere Datensätze zu beschaffen, die erstens mehr Frauen und zweitens mehr entsprechende weibliche Einflussfaktoren beinhalten. Damit können die trainierten Modelle so optimiert werden, dass sie individualisierte Diagnostik und Behandlung wirksam unterstützen und auch die Prävention verbessern.“ Über „Frau.Herz.KI – Gerechte Medizin für Frauen“ An dem Pilotprojekt sind das TUM-Klinikum Rechts der Isar, das Osypka Herzzentrum München sowie PwC Deutschland und Strategy&, die globale Strategieberatung von PwC, beteiligt. Es wurde vom Staatsministerium für Digitales unter der damaligen Staatsministerin Judith Gerlach mitinitiiert. Als Technologiepartner arbeiteten AWS und Applied AI im Projekt mit.
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