Beginn einer Hämodialyse: Hämodiafiltration verbessert Durchgängigkeit des Gefäßzugangs

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Eine aktuelle Studie aus Japan untersuchte, wie sich bei Patienten unter Hämodialyse die Hämodiafiltrationstherapie auf die Durchgängigkeit des Gefäßzugangs auswirkt.

Entzündungen, oxidativer Stress und eine eingeschränkte Endothelfunktion tragen zur Stenose des Gefäßzugangs (vascular access, VA) bei Patienten unter Hämodialyse (HD) bei. Ein extrakorporales Nierenersatzverfahren, bei dem Hämofiltration und Hämodialyse kombiniert werden, ist die Hämodiafiltrationstherapie (HDF). Dieses Verfahren verbessert die Prognose, indem es die oben genannten Faktoren reduziert beziehungsweise die Endothelfunktion verbessert. Doch wie wirkt sich eine HDF auf die Durchgängigkeit des VA aus?

Mit dieser Frage beschäftigten sich jüngst japanische Wissenschaftler und stellen fest, dass eine HDF tatsächlich zu einer Verbesserung beiträgt. Sie fordert die Durchgängigkeit der VA im Vergleich zur HD, selbst bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes, also Erkrankungen, die häufig mit einer schlechten Durchgängigkeit einhergehen.

Die neuen Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nephrology Dialysis Transplantation“ veröffentlicht.

Studie mit über 600 Patienten

Die Beobachtungsstudie umfasste 612 Patienten, die sich einem VA-Eingriff unterzogen und mit einer Dialyse begannen. Dabei erhielten 516 Teilnehmer eine HD, während 96 nach Beginn der Dialyse auf HDF umstellten. Um die 24-Monats-Durchgängigkeitsraten der VA zwischen den Gruppen zu vergleichen, führten die Forschenden ein 1:1-Propensity-Score-Matching durch. Danach befanden sich 87 Patienten in jeder Gruppe. Die primären Durchgängigkeitsraten nach 24 Monaten betrugen 74,2 Prozent für HDF und 47,7 Prozent für HD.

Eine multivariate Cox-Proportional-Hazards-Analyse ergab, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Anamnese und höhere Hämoglobin-A1c-Werte mit einer schlechten 24-Monats-Primärdurchgängigkeit verbunden waren. HDF und die Einnahme von Statinen waren jedoch mit einer besseren Durchgängigkeit assoziiert. Der Verlust der VA-Durchgängigkeit war bei Patienten mit HDF niedriger als bei jenen mit HD. Das zeigte eine stratifizierte Analyse für folgenden Untergruppen: ab 65 Jahre, männliches Geschlecht, radio-cephal-arteriovenose Fistel, Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Anamnese, und Albuminkonzentrationen < 3,5 g/dl.

(jh)