Belastungen bei Hitze vermeiden: Das gilt auch für Haustiere22. Juni 2026 An heißen Tagen sollte der Spaziergang mit dem Hund in den frühen Morgenstunden und spät abends erfolgen. In der Mittagshitze sollte das Tier nur kurz die Notdurft verrichten. (Symbolbild) Foto: GRON777 – stock.adobe.com Heiße Tage stellen nicht nur für Menschen eine Belastung dar, auch Hunden, Katzen und Co. machen hohe Temperaturen zu schaffen. Zuviel Hitze kann bei den Tieren rasch zu einem Hitzschlag führen. Wie man ideale Abkühlungsmöglichkeiten schafft und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen es im Fall der Fälle gibt, zeigen die Tipps fürs Tier der Vetmeduni. Hitzschlag Erhöhte Gefahr von Hitzschlägen besteht demnach für Haustiere, die bei warmen Temperaturen im Auto mitreisen, für alte Haustiere sowie für Haustiere, die sich bei heißem Wetter viel draußen bewegen. Ein erhöhtes Risiko für Hitzschläge haben aber auch übergewichtige Tiere, Hunde und Katzen mit kurzen Schnauzen (brachyzephal) wie z. B. Chihuahua, Mops, Bulldogge, Malteser oder Perserkatze und (chronisch) kranke Haustiere, insbesondere bei bestehenden Herzproblemen, Schnarchen oder vorherigem Hitzschlag. Außerdem gefährdet sind Tiere, die vor kurzem in wärmere Gegenden übersiedelt wurden oder ein dickes Fell haben sowie Haustiere in Käfigen, die keine kühlere Umgebung aufsuchen können. Dies gilt auch für den Transportkäfig im Auto, der häufig direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Symptome eines Hitzschlags Exzessives Hecheln Vermehrter Speichelfluss Gleichgewichtsstörungen Erbrechen, (blutiger) Durchfall Bewusstlosigkeit Krämpfe Erste-Hilfe-Maßnahmen im Fall eines Hitzschlags Im Falle eines (drohenden) Hitzschlags muss der Hund schnellstmöglich in einen kühlen Raum oder in den Schatten verbracht werden. Wenn das Tier reagiert, sollte ihm Wasser zum Trinken angeboten werden. Falls sich stressfrei Fieber messen lässt, sollte dies zur Feststellung der Körpertemperatur gemacht werden. Ansonsten ist unmittelbar die Tierärztin/der Tierarzt zu verständigen bzw. aufzusuchen. Auf dem Weg in die Klinik sollte das Tier langsam gekühlt werden durch Auflegen von feuchten Tüchern. Bei einem echten Hitzschlag ist in den meisten Fällen eine stationäre Aufnahme und eine Intensivtherapie notwendig. Wie stark ein Tier tatsächlich betroffen ist, kann nur ein Tierarzt/eine Tierärztin durch gezielte Untersuchungen beurteilen. Sicher unterwegs: Haustiere auf Reisen Hitzefalle Auto Wer keine Klimaanlage hat, sollte längere Fahrten mit Tieren im Auto auf die Morgen- und Abendstunden legen. Auch ein Stau kann durch die verringerte Durchlüftung bei Motorstillstand zur Gefahr werden! Gerade auf die Heckscheibe trifft eine sehr starke Sonneneinstrahlung, das kann für Hunde, die im Kofferraum in eine Box eingesperrt sind, zum Problem werden. Rasanter Temperaturanstieg im Auto: In nur wenigen Minuten kann die Temperatur in einem geschlossenen Auto einen kritischen Punkt erreichen. Denn die Sonnenstrahlung dringt durch die Glasscheiben und trifft auf die Oberflächen im Innenraum. Die Oberflächentemperaturen erreichen bis zu 60°C im Wagen, die Strahlung wird in Wärme umgewandelt. Die Oberflächen erwärmen ihrerseits die Luft im Innenraum. Die Wärmestrahlung kann auch bei geöffneten Fenstern nicht ausreichend aus dem Auto entweichen. Die Temperatur steigt in den ersten 15 Minuten sehr schnell an. Hierbei ist zu betonen, dass geöffnete Fenster und Parken im Schatten nicht ausreichen, um den Hitzestau im Auto runterzuregulieren. Tipps bei Hitze In der warmen Jahreszeit haben auch Heimtiere das Bedürfnis nach Abkühlung. Je nach Tierart gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für eine „Sommerfrische“: Kleintiere Frisches Grünfutter und sauberes Wasser zur Verfügung stellen (ggf. Anzahl der Trinkflaschen verdoppeln) Schattenplätze und kühle Rückzugsorte ermöglichen Vögel Bademöglichkeit anbieten, ggf. sanfte Dusche mit handwarmem Wasser aus der Sprühflasche Regelmäßige Kontrolle des Wasservorrats/Trinkautomats Katzen Dosenfutter in kleinen Portionen geben (verdirbt rasch bei Hitze) Ausreichend Frischwasser bereitstellen Hunde Dauer und Zeitpunkt für Spaziergänge dem Temperaturverlauf anpassen Exzessives Spielen und Rennen stark einschränken, d. h. Hund z. B. nicht am Fahrrad laufen lassen oder mit Bällen etc. spielen.
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