Benachrichtigung über Fehlen beim CRC-Screening: Anstieg der Teilnahmeraten12. Dezember 2017 Foto: © auremar/Fotolia Die Teilnahme am Screening auf Kolorektalkarzinome lässt sich laut einer französischen Studie auch dadurch erhöhen, dass man Patienten mit einem mittleren Risiko für eine solche Erkrankung, die auf Einladungen zu einem Screening mittels fäkalem immunchemischen Test (FIT) nicht reagieren, bei deren Hausarzt „meldet“, damit dieser entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Der Anstieg der Screening-Raten nach einem solchen Prozess sei zwar nur gering, aber signifikant, berichten die Studienautoren um Erstautor Prof. Cédric Rat von der Medizinischen Fakultät der Universität Nantes im „JAMA“. An der Untersuchung nahmen 802 allgemeinärztliche Praxen teil sowie deren Patienten im Alter von 50–74 Jahren, die ein durchschnittliches Risiko für die Entstehung eines Kolorektalkarzinomes besaßen und sich nicht den Empfehlungen entsprechend hatten screenen lassen. Die Allgemeinarzt-Praxen wurden in 3 Gruppen eingeteilt: 496 erhielten eine Liste derjenigen ihrer Patienten, die sich keinem Screening unterzogen hatten (patientenspezifische Erinnerung; 10.476 Patienten) und 495 erhielten ein Schreiben mit Informationen zu den Raten der Screening-Adhärenz in ihrer Region (allgemeine Erinnerung; 10.606 Patienten), während an 455 überhaupt keine Benachrichtigung verschickt wurde (übliche Versorgung; 10.147 Patienten). Primärer Endpunkt der Untersuchung war die Teilnahme der Patienten an einem Darmkrebs-Screening innerhalb eines Jahres nach der Intervention. Von 1482 randomisierten Allgemeinmedizinern lieferten 1446 Informationen. Von 31.229 Patienten dieser Praxen lagen Informationen zum 1-Jahres-Follow-up vor (94,5 %). Innerhalb des Folgejahres hatten 24,8 % der Patienten aus der Gruppe mit patientenspezifischem Reminder an einem FIT-Screening teilgenommen (95 %-Konfidenzintervall 23,4–26,2), in der Gruppe mit allgemeiner Erinnerung 21,7 % (95 %-KI 20,5–22,8) und in der Gruppe ohne weitere Maßnahme 20,6 % (95 %-KI 19,3–21,8). Die Differenz zwischen den Gruppen lag bei 3,1 % (95 %-KI 1,3–5,0) für den Vergleich zwischen patientenspezifischer und allgemeiner Erinnerung sowie bei 4,2% (95 %-KI 2,3–6,2) für den Vergleich zwischen patientenspezifischer Erinnerung und Normalversorgung und bei 1,1 % (95 %-KI zwischen -0,6 und 2,8) für den Vergleich zwischen allgemeiner Erinnerung und Normalversorgung.
Mehr erfahren zu: "PROMETHEUS will Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs neu aufstellen" PROMETHEUS will Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs neu aufstellen Das EU-finanzierte Projekt PROMETHEUS bringt Krebsexperten, Kliniker und Datenwissenschaftler zusammen, um die Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs grundlegend zu verbessern. Die Forscher nutzen künstliche Intelligenz (KI) und Big Data, um […]
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "Verbesserte Risikoklassifikation beim Neuroblastom" Verbesserte Risikoklassifikation beim Neuroblastom Die molekulare Klassifizierung von Neuroblastomen anhand von Telomererhaltungsmechanismen kann die bisherige Risikoklassifikation von Kindern mit Neuroblastom verbessern. Dies berichten Forschende der Uniklinik und Medizinischen Fakultät der Universität Köln im „Journal […]