Bessere Therapie von Lungenerkrankungen: Pneumologen zeichnen hervorragende Posterarbeiten aus5. April 2023 Freuen sich über die DGP-Posterpreise (v.l.): Jurymitglieder Dennis Nowak und Antje Prasse mit den Gewinner der Posterpreise Inga Jarosch, Toki Anna Bolt, Mustafa Abdo und Nataliia Artysh sowie Juror Torsten Bauer. (Foto: © Mike Auerbach) Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat im Rahmen ihres diesjährigen Kongresses in Düsseldorf auch wieder die besten wissenschaftlichen Poster prämiert. Diese thematisieren neue Erkenntnisse zur Idiopathischen Lungenfibrose, Asthma, COVID-19-Impfung und Lungenkrebs sowie das Post-COVID-Syndrom. Den mit 2000 Euro dotierten ersten Platz belegt Nataliia Artysh vom Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin in Hannover. Sie präsentierte eine neuartige Langzeitkultur von Präzisionsschnitten des humanen Lungengewebes – hier speziell Gewebe bei einer Idiopathischen Lungenfibrose. Die Langzeitkultur ermöglicht erstmals eine sinnvolle Testung der antifibrotischen Wirkung von Medikamenten im Ex-vivo-Verfahren. Den mit 1500 Euro dotieren zweiten Platz belegte Dr. Mustafa Abdo von der LungenClinic Großhansdorf. Er präsentiert eine Arbeit, nach der erstmals Messgrößen (Minimal Clinically Important Difference [MCID]) – für gängige Parameter der Oszillometrie bei Patienten mit Asthma bronchiale vorliegen. Diese haben das Potenzial, neben konventionellen Parametern einen zusätzlichen Mehrwert zu bieten. Auf den mit 500 Euro dotierten dritten Platz kam Dr. Toki Anna Bolt von der Medizinischen Klinik und Poliklinik V am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie hatte eine Arbeit zur Antikörperantwort auf die COVID-19-Impfungen bei Patienten mit Lungenkarzinom eingereicht. Ihre Schlussfolgerung: Die Mehrheit der untersuchten Patienten mit Lungenkrebs wies eine gute Immunantwort auf die Impfungen auf. Patienten mit niedrigen Antikörper-Werten nach der Booster-Impfung standen zum Teil unter zusätzlicher Immunsuppression beziehungsweise wiesen neben dem Lungenkarzinom weitere chronische Erkrankungen auf. Der ebenfalls mit 500 Euro dotierte vierte Platz ging an Dr. Inga Jarosch vom Forschungsinstitut für Pneumologische Rehabilitation der Schön Klinik Berchtesgadener Land. Sie beschäftigte sich in ihrer Präsentation mit der Schlafcharakteristik bei Patienten mit Post-COVID-Syndrom (PCS) im Vergleich zu gesunden Personen. Die Preisträgerin kommt zu dem Schluss: Im Vergleich zu Gesunden ist der Schlaf bei PCS-Patienten sowohl subjektiv als auch objektiv eingeschränkt. Bei rund der Hälfte der untersuchten Patienten wurde eine Obstruktive Schlafapnoe diagnostiziert und eine unterstützende Beatmungstherapie eingeleitet. Zur Optimierung des PCS-Krankheitsmanagements sei die Messung des Schlafs somit ein wichtiges Diagnostiktool, resümiert Jarosch.
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