Biologika und Infektionen: Kein erhöhtes Risiko20. Juli 2018 Symbolbild: © komokvm – fotolia.com Schwere Infektionen sind ein Problem von Psoriasis-Patienten, die mit Biologika therapiert werden. Ein Team britischer Dermatologen hat in prospektiven Studie das Infektionsrisiko dieser Patientengruppe mit der einer Kohorte von Psoriasis-Patienten vergleichen, die eine systemische Therapie ohne Biologika erhalten. 1352 Patienten erhielten demnach Etanercept, 3271 erhielten Adalimumab und 994 Patienten Ustekinumab; 3.421 Patienten bildeten die Non-Biologika-Kohorte. Insgesamt kam es bei 283 Patienten zu schweren Infektionen. Die Inzidenzraten (95 % Konfidenzintervall) pro 1.000 Personenjahren verteilten sich folgendermaßen: Non-Biologika, 14,2 (11,5-17,4); Etanercept, 15,3 (11,6-20,1); Adalimumab, 13,9 (11,4-16,6); Ustekinumab, 15,1 (10,8-21,1). Es konnte keine signifikante Erhöhung des Infektionsrisikos festgestellt werden: Etanercept, Risikoquotient 1,10 (0,75-1,60); Adalimumab, Riskoquotient 0,93 (0,69-1,26); Ustekinumab, Risikoquotient 0,92 (0,60-1,41). Im Vergleich zu den Infektionsrisiken bei systemischer Therapie mit Non-Biologika oder Mathotrexat ergab sich ebenfalls kein erhöhtes Risiko: Etanercept, Risikoquotient 1,47 (0,95-2,28); Adalimumab, Risikoquotient 1,26 (0,86-1,84); Ustekinumab, Risikoquotient 1,22 (0,75-1,99). Das Risiko für schwere Infektionen sollte dementsprechend nicht dafür entscheidend sein, ob ein Psoriasis-Patient mit den genannten Biologika oder mit Non-Biologika therapiert wird, so das Fazit der Autoren.
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