Biomarker für mögliche Kombinationstherapie bei seltenem Nierenkrebs13. September 2024 Beim Nierenzellkarzinom mit Fumarathydratase-Defizienz kommt es auf die T-Zellen an. Grafik (KI-generiert): mirifadapt – stock.adobe.com Beim Nierenzellkarzinom (RCC) mit Fumarathydratase(FH)-Defizienz ist die Aktivierung von Gedächtnis- und Effektor-T-Zellen mit dem Ansprechen auf eine Kombinationstherapie aus Immun-Checkpoint-Inhibitor (ICI) und Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) verbunden. Das haben chinesische Wissenschaftler herausgefunden. Das FH-defiziente RCC ist eine seltene und tödliche Unterart von Nierenkrebs. Bisher fehlen optimale Behandlungen bei dieser Entität und molekulare Korrelate für deren Nutzen. Um Abhilfe zu schaffen, legten die Autoren eine Studie auf, in die sie zwischen 2009 und 2022 insgesamt 91 Patienten mit FH-defizientem RCC aus 15 medizinischen Zentren aufnahmen. An 88 bzw. 45 unbehandelten FH-defizienten RCCs führten sie eine Genom- bzw. Gesamt-RNA-Sequenzierung (RNA-Seq) durch. Bei lokalisierten Tumoren stellten die Wissenschaftler fest, dass eine Zellzyklus-Progressionssignatur es ermöglichte, das Fortschreiten der Erkrankung vorherzusagen. In der metastasierten Situation zeigte die Erstlinien-Kombinationstherapie mit ICI+TKI eine zufriedenstellende Sicherheit und war im Vergleich zur TKI-Monotherapie mit einer höheren Gesamtansprechrate (43,2% vs. 5,6%) sowie besserem medianen progressionsfreien Überleben (17,3 vs. 9,6 Monate; p=0,016) und Gesamtüberleben (nicht erreicht vs. 25,7 Monate; p=0,005) assoziiert. Gesamt- und Einzelzell-RNA-Seq-Daten zeigten eine Anreicherung von Gedächtnis- und Effektor-T-Zellen bei Respondern auf die Kombinationstherapie. Darüber hinaus identifizierten die Wissenschaftler eine Signatur von Gedächtnis- und Effektor-T-Zellen, die mit der Wirksamkeit der Kombinationstherapie verbunden war. Die Kombinationstherapie aus ICI und TKI stelle möglicherweise eine vielversprechende Behandlungsoption für metastasiertes FH-defizientes RCC dar, schließen die Autoren. Die von ihnen gefundenen Biomarker erforderten weitere Validierung, schränken sie ein. (ms)
Mehr erfahren zu: "Nierenobstruktion/-infektion durch Harnleitersteine: Perkutane Nephrostomie möglichst innerhalb von sechs Stunden" Weiterlesen nach Anmeldung Nierenobstruktion/-infektion durch Harnleitersteine: Perkutane Nephrostomie möglichst innerhalb von sechs Stunden Eine Dekompression mittels perkutaner Nephrostomie (PCN) innerhalb von sechs Stunden ist bei Patienten mit durch Harnleitersteine verursachten Nierenobstruktionen und -infektionen mit deutlich besseren infektiologischen und klinischen Ergebnissen verbunden. Das berichtet […]
Mehr erfahren zu: "Geringere Morbidität und weniger Reinterventionen bei roboterassistierter Lebendnierentransplantation" Weiterlesen nach Anmeldung Geringere Morbidität und weniger Reinterventionen bei roboterassistierter Lebendnierentransplantation In erfahrenen Zentren und bei entsprechend ausgewählten Empfängern kann eine roboterassistierte Nierentransplantation (RAKT) mit einem Organ eines lebenden Spenders eingesetzt werden, um die perioperative Morbidität und die Zahl der Reinterventionen […]
Mehr erfahren zu: "Rezidivierende Bulbomembranöse Stenose nach TURP – Was tun?" Rezidivierende Bulbomembranöse Stenose nach TURP – Was tun? Beim Jahrestreffen der American Urological Association (AUA) vom 14.-18.05.2026 in Washington DC (USA) diskutierten Experten in einer Plenarsitzung darüber, wie rezidivierende bulbomembranöse Stenosen nach transurethraler Resektion der Prostata (TURP) behandelt […]