Biomarker identifiziert Risiko eines postoperativen Nierenversagens4. Juli 2019 Foto: © Stockwerk-Fotodesign, AdobeStock In einer Studie identifizierte die Arbeitsgruppe von Dr. Dr. Timo Speer und Prof. Dr. Danilo Fliser (Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum des Saarlandes) einen neuen Biomarker für das Risiko eines akuten Nierenversagens nach einer Operation. Patienten nach großen herzchirurgischen Operationen weisen ein hohes Risiko auf, postoperativ ein akutes Nierenversagen zu entwickeln. Eine Komplikation, die mit einer dauerhaften Nierenfunktionseinschränkung und einem lebenslang erhöhten Risiko für die Patienten assoziiert ist, dialysepflichtig zu werden. Es ist deshalb entscheidend, bereits vor der Operation die Patienten zu identifizieren, die nach der Operation ein erhöhtes Risiko aufweisen, ein akutes Nierenversagen zu erleiden. Dr. Stefan Schunk aus der Arbeitsgruppe von Dr. Dr. Timo Speer und Prof. Dr. Danilo Fliser konnte nun erstmals zeigen, dass es die Bestimmung des Eiweißes Dickkopf-3 im Urin vor der Operation sicher erlaubt, die Patienten zu erkennen, die nach der Operation ein akutes Nierenversagen entwickeln und bei denen es auch im weiteren Verlauf nach der Operation zu einer dauerhaften Einschränkung der Nierenfunktion kommt. Die Untersuchungen erfolgten zusammen mit der hiesigen Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie (Direktor: Prof. Dr. Hans-Joachim Schäfers) sowie der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Münster (Direktor: Prof. Dr. Alexander Zarbock). Die präoperative Bestimmung von Dickkopf-3 im Urin stellt ein neues Tool dar, um vor einer Operation Patienten zu identifizieren, die von gezielten präventiven therapeutischen Strategien profitieren im Sinne einer personalisierten Medizin. Diese Ergebnisse sind somit nicht nur für die Nephrologie von Bedeutung, sondern für alle medizinischen Disziplinen, die in die Betreuung von Patienten bei großen chirurgischen Eingriffen in der prä-, peri- und postoperativen Phase eingebunden sind.
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