Biomarker: Studie untersucht Rolle von lncRNAs bei Nierenkrankheiten17. März 2025 Foto: © kanruthai/stock.adobe.com Eine neue Übersichtsarbeit über lange nicht-kodierende RNAs (lncRNAs) unterstreicht deren Rolle bei der Entwicklung, Diagnose und potenziellen Behandlung akuter Nierenfunktionseinschränkung (AKI) und chronischer Nierenkrankheit (CKD). Die neue Übersichtsarbeit, die in der Fachzeitschrift „Genes & Diseases“ veröffentlicht wurde, beleuchtet, wie Exosomen als wichtige Botenstoffe in der zellulären Kommunikation fungieren. Innerhalb dieser Vesikel beeinflussen lncRNAs die Genexpression und modulieren wichtige Signalwege, die an Nierenschäden und -reparatur beteiligt sind. Die Fähigkeit von lncRNAs, Entzündungen, Fibrose und Apoptose zu regulieren, macht sie zu wirksamen molekularen Angriffspunkten für Interventionen, betonen die Autoren. Neben ihrer Rolle im Krankheitsverlauf bieten zirkulierende lncRNAs eine minimalinvasive Methode zur Früherkennung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Biomarkern sind lncRNA-Signaturen in Exosomen stabiler und spezifischer, was sie für Anwendungen in der Präzisionsmedizin hochwirksam macht. Dieses neue Wissen ebnet den Weg für die Entwicklung lncRNA-basierter Therapien unter Nutzung innovativer Trägersysteme wie Nanopartikeln, Liposomen und adenoviralen Vektoren, um Nierenerkrankungen auf molekularer Ebene zu bekämpfen, so die Forscher. Exosomen als wichtige Botenstoffe Trotz der vielversprechenden lncRNA-Targeting-Strategien bleiben Herausforderungen bestehen. Die Weiterentwicklung exosomaler Isolationstechniken sei daher unerlässlich, um die Reinheit und Wirksamkeit lncRNA-basierter Diagnostik und Therapien zu verbessern, so die Forscher. Diese Übersichtsarbeit unterstreicht nach Angaben der Autoren das Potenzial exosomaler lncRNAs als transformativer Ansatz zur Diagnose und Behandlung von Nierenerkrankungen.
Mehr erfahren zu: "Hämodialyse: DGfN fordert klimafreundlichere Versorgungsstrukturen" Hämodialyse: DGfN fordert klimafreundlichere Versorgungsstrukturen Der Klimawandel stellt auch für die Nierengesundheit eine zunehmende Herausforderung dar. Laut einer aktuellen Studie verursacht die Hämodialyse in Deutschland durchschnittlich etwa 3,7 Tonnen CO₂-Äquivalente pro behandelter Person und Jahr.
Mehr erfahren zu: "Vom Gewebeschnitt zur Datenquelle: KI-Werkzeug eröffnet neue Möglichkeiten für Klinik und Forschung" Vom Gewebeschnitt zur Datenquelle: KI-Werkzeug eröffnet neue Möglichkeiten für Klinik und Forschung Trotz ihrer zentralen Bedeutung lassen sich mikroskopische Bilder menschlicher Gewebe häufig nur schwer systematisch auswerten und mit anderen biologischen Datentypen verknüpfen. Eine neue Studie in „Nature Methods“ stellt nun ein […]
Mehr erfahren zu: "Bluthochdruck: Lichtschaltbarer Wirkstoff könnte die Therapie verbessern" Bluthochdruck: Lichtschaltbarer Wirkstoff könnte die Therapie verbessern Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) haben einen lichtschaltbaren Wirkstoff gegen Bluthochdruck unter die Lupe genommen: Sie haben beobachtet, wie sich das Molekül von der einen in die andere Form […]