BMLEH ruft zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit auf19. März 2026 (Symbolbild) Foto: © bebeball – stock.adobe.com Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ruft Tierhalter dazu auf, ihre Rinder und Schafe möglichst noch vor Beginn der warmen Jahreszeit gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen. Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte Krankheit, die von einer Mückenart (Gnitzen) übertragen wird. Die aktuell in Deutschland auftretenden Serotypen 3 und 8 (BTV-3 und BTV-8) sorgen vor allem bei Rindern und Schafen für teils schwere Verläufe, die insbesondere bei Schafen auch tödlich enden können, wie das BMLEH mitteilt. Die Erkrankung hat daher oft schwerwiegende, wirtschaftliche Folgen für die Tierhaltenden. Impfung noch vor Beginn der Gnitzensaison vornehmen Dazu erklärt Staatssekretär Prof. Dr. Dr. Markus Schick: „Unsere Tierhalterinnen und Tierhalter sollten weiterhin alle Möglichkeiten nutzen, um ihre Rinder und Schafe vor den schweren Folgen der Blauzungenkrankheit zu schützen. Das gelingt am besten mit der rechtzeitigen Impfung. Die Gesundheit der Tiere ist auch im eigenen Interesse der Tierhalter. Daher mein Appell: Impfen Sie Ihre Tiere jetzt, bevor im späten Frühling die Gnitzensaison beginnt.“ Es muss gegen beide ‒ BTV-3 und BTV-8 ‒ geimpft werden Die Blauzungenkrankheit wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts im südlichen Teil Afrikas entdeckt. Mittlerweile tritt die Krankheit jedoch weltweit auf. Bedingt durch die Übertragung durch Gnitzen tritt sie vor allem in der warmen Jahreszeit auf und hat ihren Höhepunkt bei feuchtwarmem Wetter. Das BMLEH hatte deshalb bereits 2024 per Eilverordnung die sofortige Anwendung von drei vom Paul-Ehrlich-Institut benannten Impfstoffen gestattet. Mittlerweile stehen von der EU zugelassene Impfstoffe sowohl gegen BTV-3 als auch gegen BTV-8 zur Verfügung. Eine Kreuzimmunität besteht zwischen den beiden Serotypen nicht, das heißt es muss gegen beide geimpft werden.
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