Bronchodilatation: Funktionelle Verbesserung nach COVID-1913. Juli 2021 © absolutimages – stock.adobe.com (Symbolbild) Eine italienische Arbeitsgruppe hat den Nutzen von Bronchodilatatoren bei 105 konsekutiven Patienten nach mittelschwerer bis schwerer COVID-19-Erkrankung untersucht, die sich einer multidisziplinären Lungenrehabilitation unterzogen. Bei allen Probanden wurde vor und nach der Inhalation von 400 µg Salbutamol eine Spirometrie durchgeführt, um das Ansprechen auf die Bronchodilatation zu bestimmen. An einer vorbestehenden Lungenerkrankung litten 17 Patienten: 14 waren an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) erkrankt und 3 an Asthma. Die FEV1 nach Salbutamol verbesserte sich im Durchschnitt um 41,7 ml in der gesamten untersuchten Kohorte sowie um 29,4 ml bei Probanden ohne begleitende obstruktive Lungenerkrankungen. Die Verbesserung betrug 59,3 ml bei COPD-Patienten und 320,0 ml bei Asthmapatienten. Die durchschnittliche FVC nach Salbutamol verbesserte sich um 65,7 ml bei der Kohorte insgesamt. Bei Patienten ohne begleitende obstruktive Lungenerkrankungen kam es zu einer Verbesserung um 52,5 ml, bei COPD-Patienten um 120,0 ml und bei Asthmapatienten um 200,0 ml. Fazit Die Studie lässt laut den Autoren die Schlussfolgerung zu, dass eine Behandlung mit Bronchodilatatoren nach COVID-19-Erkrankung immer in Betracht gezogen werden muss: Sie könne eine funktionelle Verbesserung bewirken, die – wenn auch nur geringfügig – diesen Patienten die Atmung erleichtern könne. (ac) Autoren: Maniscalco M et al. Korrespondenz: Mario Cazzola; [email protected] Studie: Bronchodilator reversibility testing in post-COVID-19 patients undergoing pulmonary rehabilitation Quelle: Respir Med 2021;182:106401. Web: https://doi.org/10.1016/j.rmed.2021.106401
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