Brustkrebs: Gewichtsbedingtes Risiko ist bei Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen höher7. Juli 2025 Foto: © Ana-Baraulia/stock.adobe.com Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Übergewicht bei postmenopausalen Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein besonders hohes Brustkrebsrisiko birgt. Obwohl ein höherer Body-Mass-Index (BMI) ein bekannter Risikofaktor für Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen ist, war bislang unklar, ob sich dieses Risiko bei Frauen mit und ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes unterscheidet. Um dies zu untersuchen, analysierte ein Team unter der Leitung von Dr. Heinz Freisling von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (der spezialisierten Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation) Daten der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC) und der UK Biobank von 168.547 postmenopausalen Frauen, die zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme weder an Typ-2-Diabetes noch an Herz-Kreislauf-Erkrankungen litten. Die neuen Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Cancer“ veröffentlicht. Body-Mass-Index im Fokus Im Verlauf einer medianen Nachbeobachtungszeit von 10,7 Jahren in EPIC und 10,9 Jahren in der UK Biobank erkrankten 6793 postmenopausale Frauen an Brustkrebs. Eine gepoolte Analyse beider Studien ergab, dass jeder Anstieg des BMI um 5 kg/m² mit einem um 31 Prozent höheren Brustkrebsrisiko bei Frauen verbunden war, die während der Nachbeobachtung eine Herz-Kreislauf-Erkrankung entwickelten – verglichen mit einem um 13 Prozent höheren Risiko bei Frauen ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Entwicklung von Typ-2-Diabetes schien das Brustkrebsrisiko hingegen nicht zu beeinflussen: Frauen mit und ohne Typ-2-Diabetes hatten ein ähnlich erhöhtes Brustkrebsrisiko, abhängig vom höheren BMI. Die Kombination aus Übergewicht (BMI ≥ 25 kg/m²) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt Schätzungen der Forscher zufolge zu 153 mehr Brustkrebsfällen pro 100.000 Personen pro Jahr als erwartet. „Die Ergebnisse dieser Studie könnten als Grundlage für risikostratifizierte Brustkrebs-Screening-Programme dienen“, erklärt Freisling. „Sie sollte auch zukünftige Forschungen anregen, Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Vorgeschichte in Gewichtsreduktionsstudien zur Brustkrebsprävention einzubeziehen“, fügt er hinzu.
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