Bundesrat hat Eindämmung der Leiharbeit in der Pflege beschlossen7. Februar 2024 Bild: Fokussiert -stock.adobe.com Leiharbeit in der Pflege soll im Krankenhaus sowie stationären und ambulanten Einrichtungen begrenzt werden. Gleichzeitig müssten die Arbeitsbedingungen der Stammbelegschaften verbessert werden. Der von der Länderkammer am 2. Februar gefasste Beschluss wird an die Bundesregierung übersendet. „Ein maßvoller Einsatz von Leiharbeit kann dazu beitragen, die Patientenversorgung zu sichern. Der zunehmende Einsatz von Leiharbeit in der Pflege hat aber oftmals unerwünschte Folgen, sowohl für die Qualität der Versorgung der pflegebedürftigen Menschen als auch für die oft schlechter gestellten Stammbelegschaften“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese von Mecklenburg Vorpommern die Länder-Initiative. Das Land war Mitantragsteller der Entschließung. „Der Antrag zeigt in zehn Punkten Verbesserungsbedarf in der Pflegebranche auf und schlägt Maßnahmen zur Abhilfe vor“, betonte Drese. So könne dem Einsatz von Leiharbeitskräften in der Pflege vor allem dann wirksam entgegengewirkt werden, wenn die Arbeitsbedingungen in der Pflege grundsätzlich verbessert werden. „Hier geht es zum Beispiel um Entgeltverbesserungen, Umstellung von Dienstplänen, Anpassung der Arbeitszeiten, Personalbemessung und den geförderten Aufbau von Ausfallkonzepten und Springerpools“, so Drese. „Dass dieses Modell erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigt das UniFlex-Team der Rostocker Universitätsmedizin“, verdeutlichte Drese. Entstehende Mehrkosten dürften aber nicht den Pflegebedürftigen obliegen, heißt es in dem vom Bundesrat einstimmig beschlossenen Antrag. Für Krankenhäuser solle die Vergütung in Springerpools gesichert refinanziert werden – beispielsweise über das Pflegebudget. Kleinen Pflegeeinrichtungen sollten trägerübergreifende Springerkonzepte ermöglicht werden. „Dies ist notwendig, damit insbesondere kleine ambulante Pflegedienste von einem solchen Konzept profitieren können, ohne unvertretbare Personalmehrkosten zu verursachen“, so Drese. Der Bundesrat fordert die Bundesregierung im Antrag zudem auf, zu prüfen, ob bundesrechtlich eine Deckelung des Anteils an Leiharbeitskräften möglich ist und, ob und auf welche Weise Leiharbeitsfirmen in die Finanzierung der Pflegeausbildung und Fortbildung des Personals einbezogen werden können. „Der Pflege kommt in unserer alternden Gesellschaft ein enormer Stellenwert zu. Mit dem demografischen Wandel steigt auch der Druck auf unsere Pflegefachkräfte. Umso wichtiger ist es, dass wir Strukturen schaffen, mit denen wir weiterhin eine gute pflegerische Versorgung ermöglichen und zugleich ein Umfeld für unsere Pflegefachkräfte fördern, in dem sie gleichberechtigt und unter guten Bedingungen ihrer Arbeit nachgehen können“, so Drese.
Mehr erfahren zu: "Ausgezeichnet: Oskar-Medizinpreis und Journalistenpreise auf dem DKOU 2026" Ausgezeichnet: Oskar-Medizinpreis und Journalistenpreise auf dem DKOU 2026 Auf dem DKOU 2026 wurde im Rahmen der Eröffnung – neben drei Journalistenpreisen – der Oskar-Medizinpreis der Stiftung Oskar-Helene-Heim verliehen. Den Preis erhielt Dr. Matthias Kollert für seine Arbeiten zur […]
Mehr erfahren zu: "Vom Korsett zur Hightech-Medizin" Vom Korsett zur Hightech-Medizin Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Anlässlich des DKOU wirft die Fachgesellschaft einen Blick zurück und in die Zukunft.
Mehr erfahren zu: "Osteoporose autotmatisiert frühzeitig erkennen" Osteoporose autotmatisiert frühzeitig erkennen Das Projekt BMDNow verfolgt das Ziel, Osteoporose und ihre Vorstufen frühzeitig zu diagnostizieren, ohne dass dafür zusätzliche Untersuchungen nötig sind: Eine KI-gestützte Software hilft bei der Früherkennung – sie wertet […]