Bundesweit bisher 129 Fälle von Hasenpest21. September 2026 Apathischer Feldhase (Symbolbild) Foto: © Alexander – stock.adobe.com In Hessen traten dieses Jahr bislang 10 Fälle von Hasenpest auf. Bei der auch als Tularämie bekannten Erkrankung handelt es sich um eine Zoonose, d. h. die Infektion kann vom Tier auf den Menschen übergehen. In Hessen sind dieses Jahr zehn Fälle von Hasenpest gemeldet worden. Das teilte das hessische Landwirtschaftsministerium auf Anfrage mit. Im vergangenen Jahr seien es insgesamt 24 gewesen, 2024 hingegen nur 7 Fälle. Was ist Hasenpest? Tularämie wird durch das Bakterium Francisella (F.) tularensis hervorgerufen. Es handelt sich dabei um gramnegative, pleomorphe, unbewegliche, aerob wachsende Bakterien. Sie bilden keine Sporen, sind aber dennoch gegenüber äußeren Bedingungen sehr widerstandsfähig. Von ihr sind meist Feldhasen betroffen, viele erkrankte Tiere sterben. Bei chronischem Verlauf fallen hochgradige Abmagerung, Entkräftung, Hautgeschwüre und eine Schwellung der Lymphknoten auf, wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Krankheitsbild beschreibt. Nach 2 bis 6 Wochen ist ein letaler Ausgang möglich. Bei akutem Verlauf treten Symptome wie Apathie, Fieber, Tachypnoe auf, außerdem auch gesträubtes Fell. Die Hasenpest ist auch auf den Menschen übertragbar, dabei beginnt sie meist mit grippeartigen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Inkubationszeit beim Menschen beträgt laut FLI meist 3-5 Tage. Tularämie kann mit Antibiotika behandelt werden. Als mögliche Übertragungswege für den Menschen können Haut – und Schleimhautkontakt mit infektiösem Tiermaterial, Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminiertem Fleisch (Hasen) oder Wasser, Stiche durch infizierte blutsaugende Insekten oder Zecken sowie kontaminierte Stäube und Aerosole fungieren, wie das FLI auf seiner Homepage informiert. NRL für Tularämie | Friedrich-Loeffler-Institut Lage in Deutschland Bundesweit seien bis zum 9. September 129 Fälle von Hasenpest gemeldet worden, davon zehn in Hessen, wo sich die Fälle in diesem Jahr wie folgt verteilen: vier Fälle im Landkreis Gießen, drei im Landkreis Main-Kinzig und drei im Landkreis Limburg-Weilburg. Auch im vergangenen Jahr gab es in diesen Landkreisen Fälle, außerdem wurde die Hasenpest 2025 noch aus Stadt und Landkreis Kassel sowie den Landkreisen Groß-Gerau, Schwalm-Eder und Marburg-Biedenkopf gemeldet.
Mehr erfahren zu: "WHO bestätigt: Chile frei von durch Hunde übertragene Tollwut" WHO bestätigt: Chile frei von durch Hunde übertragene Tollwut Chile ist das erste Land Südamerikas, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Bestätigung erhalten hat, dass die von Hunden übertragene Tollwut als Problem der öffentlichen Gesundheit beseitigt wurde, wie die […]
Mehr erfahren zu: "Kooperative Forschung: TiHo startet drei Forschungsverbünde" Kooperative Forschung: TiHo startet drei Forschungsverbünde Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover verknüpft Grundlagen- und klinische Forschung, damit neue Erkenntnisse schneller in der Praxis ankommen – rund 2,5 Millionen Euro fließen in Neuroinfektiologie, Tiergesundheit und Genomforschung.
Mehr erfahren zu: "Watvögel in der Arktis kehren selten zu denselben Brutplätzen zurück" Watvögel in der Arktis kehren selten zu denselben Brutplätzen zurück Watvögel sind zu einigen der längsten Tierwanderungen der Erde fähig und kehren doch oft zur Brut in dieselben Gebiete zurück – doch längst nicht alle. In einer Studie haben sich […]