Bundesweite Premiere für neue Generation von TAVI-Klappen

In den Händen eines interdisziplinären Teams wird am DHZC nun eine neue Generation von TAVI-Herzklappen eingesetzt. Foto: ©Maier/DHZC

Erstmals wurde am Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) eine neue Generation künstlicher Aortenklappen zur Katheter-basierten Implantation (TAVI) eingesetzt. Nach der europaweiten CE-Zulassung wurden diese zeitgleich an bundesweit fünf Zentren eingeführt.

Wesentliche Neuerung des Systems aus den USA sind integrierte Röntgenmarker, die den Behandelnden als Orientierungspunkte für die optimale Platzierung und präzise Ausrichtung der Klappe dienen. Zu diesem Zweck wurde auch das System zur Einführung und Freisetzung der Klappe weiter verbessert, wie das DHZC erläutert.

Seit im April 2008 die erste TAVI am heutigen DHZC vorgenommen wurde, haben sich Diagnostik und Anwendung der TAVI rasant weiterentwickelt. Zwar gilt heute der chirurgische Ersatz der Aortenklappe bei Personen unter 75 Jahren und mit geringem OP-Risiko nach wie vor als das empfohlene Verfahren, für ältere Menschen mit höherem OP-Risiko aber ist die TAVI längst zur etablierten Alternative geworden.

Mit dem neuen TAVI-System aus den USA wurden am DHZC bereits am ersten Tag vier Patienten erfolgreich und ohne Komplikationen behandelt, unter der Leitung der Kardiologen Prof. Henryk Dreger, PD Dr. Sebastian Spethmann und PD Dr. Christoph Klein sowie den Herzchirurgen PD Dr. Axel Unbehaun und PD Dr. Simon Sündermann. 

„Als eines der bundesweit führenden TAVI-Zentren wollen und müssen wir unseren Patient:innen stets die modernsten und besten Möglichkeiten zur sicheren und langfristig erfolgreichen Durchführung dieses Verfahrens anbieten können“, sagt Dreger, Direktor der DHZC-Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin am Campus Virchow-Klinikum. „Mit der Einführung des neuen TAVI-Systems kommen wir diesem Anspruch einmal mehr nach. Wir danken bei dieser Gelegenheit unseren klinischen Partner:innen für die langjährige gute Zusammenarbeit sowie den zuweisenden Ärzt:innen und den Patient:innen für ihr Vertrauen.“