BVKJ: “Geschäfte mit den Kinder-Dickmachern gehen gar nicht!”14. Juni 2018 Foto: © shima-risu – Fotolia.com Zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland kritisieren Kinder- und Jugendärzte die Werbedeals des Deutschen Fußballbundes (DFB) mit Herstellern und Anbietern von Fastfood und Softdrinks. “Der DFB bekennt sich in seiner Satzung ausdrücklich zur ‘Förderung gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung als gesundheitliche Prävention’, gleichzeitig lässt er sich von Coca-Cola und MacDonalds sponsern und lässt Werbespots in seinem Namen zu, die sich eindeutig an Kinder und Jugendliche richten und damit deren Zucker- und Fett-Konsum fördern. Das ist ein unglaublicher Skandal!” Mit diesen Worten kritisierte in Düsseldorf der Präventionsexperte und Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Dr. Josef Kahl, die WM-Werbedeals des DFB mit den Unternehmen: “Mit seinem Verhalten trägt der DFB mit dazu bei, dass immer mehr Kinder und Jugendliche Übergewicht entwickeln, denn ein entscheidender Faktor für Übergewicht ist neben Bewegungsmangel zu fette und zu süße Ernährung. Übergewicht verursacht schwere Folgeerkrankungen des Skeletts, Bluthochdruck und vor allem Diabetes. Gerade Kinder und Jugendliche aus sozial prekären Verhältnissen sind gefährdet. In ihren Familien gibt es oft wenig Kompetenz bezüglich kontrolliertem und bewusstem Konsum von Fastfood”, sagte Kahl. Der DFB habe sich in seiner Satzung verpflichtet, soziale Randgruppen zu unterstützen. “Sollte er damit arme Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Milieus meinen, dann tut er genau das Gegenteil. Er schadet ihnen und macht zunichte, was engagierte Kinder- und Jugendärzte, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrer und Lehrerinnen tagtäglich an Prävention leisten”, kritisierte der Sprecher des BVKJ.
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