BZgA und kkvd starten gemeinsame Aktion: „Organ- und Gewebespende. Jetzt entscheiden. Weitersagen!“11. Mai 2023 Symbolbild.©fovito-stock.adobe.com Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Katholische Krankenhausverband Deutschland e.V. (kkvd) haben ihre gemeinsame Aktion „Organ- und Gewebespende. Jetzt entscheiden. Weitersagen!” im Krankenhaus der Augustinerinnen in Köln gestartet. Mit der Aktion motivieren BZgA, kkvd und die 59 teilnehmenden Allgemein- und Fachkrankenhäuser aus dem kkvd-Verbund Menschen zur Auseinandersetzung mit dem Thema Organ- und Gewebespende mit dem Ziel, eine persönliche Entscheidung zu treffen und diese zu dokumentieren. Prof. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der BZgA: „Wir beobachten eine überwiegend positive Einstellung zur Organspende, doch haben bisher zu wenige Menschen ihre persönliche Entscheidung zur Organ- und Gewebespende festgehalten. Deshalb ermutigen wir mit der gemeinsamen Aktion, die persönliche Haltung in einem Organspendeausweis zu dokumentieren und mit Angehörigen darüber zu sprechen. Wenn die eigene Entscheidung niemand kennt, müssen Angehörige über eine mögliche Spende entscheiden.“ Dr. Dirk Albrecht, Vorstand Katholischer Krankenhausverband Deutschland e.V. (kkvd): „Mit jeder einzelnen Transplantation kann sehr viel Leid verhindert werden. Deshalb unterstützen die katholischen Krankenhäuser in Deutschland alle Aktivitäten, um die Transplantationshäufigkeit zu steigern. Dessen ungeachtet, haben wir Respekt vor der persönlichen Entscheidung jedes Einzelnen auch gegen eine Organspende, denn die Autonomie des Menschen ist eines der höchsten Güter unserer Gesellschaft.“ „Die Organspende in Deutschland befindet sich im europäischen Vergleich auf einem erschreckend niedrigen Niveau. Bei der Diskussion des Für und Wider wird häufig das Wesentliche aus dem Auge verloren: die dringend benötigte Hilfe für Menschen mit Organversagen. Hier brauchen wir einen größeren Pragmatismus, der dafür sorgen kann, dass die Spende für immer mehr Menschen zur Selbstverständlichkeit wird“, sagt Prof. Tobias Beckurts, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses der Augustinerinnen in Köln. Ergebnisse der BZgA-Repräsentativbefragung aus dem Jahr 2022 belegen, dass 84 Prozent der Befragten der Organ- und Gewebespende positiv gegenüberstehen, knapp 61 Prozent haben bereits eine Entscheidung getroffen. 44 Prozent haben ihre Entscheidung schriftlich festgehalten. Mit der Aktion „Organ- und Gewebespende. Jetzt entscheiden. Weitersagen!” unterstützen BZgA und kkvd durch verständliche und umfassende Information das Thema Organ- und Gewebespende. Um Informationen zur Organ- und Gewebespende an Menschen heranzutragen, wird ein Flyer mit zwei Organspendeausweisen an Mitarbeitende, Patienten sowie Besucher ausgehändigt. Mit einem individuellen Infoplakat können die Krankenhäuser auf Ansprechpersonen vor Ort hinweisen und den Austausch und die Beantwortung von Fragen ermöglichen. Die BZgA informiert unter: www.organspende-info.de zu allen Fragen rund um die Organ- und Gewebespende und bietet kostenlos bestellbare Broschüren, Flyer und Organspendeausweise. Neben den Informationsangeboten der BZgA können sich Bürger aufgrund einer Gesetzesänderung seit März 2022 auch von ihrem Hausarzt zur Organ- und Gewebespende beraten lassen.
Mehr erfahren zu: "Neue Hornhaut-Prothese erstmals in Schleswig-Holstein implantiert" Weiterlesen nach Anmeldung Neue Hornhaut-Prothese erstmals in Schleswig-Holstein implantiert In der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, ist erstmals eine neuartige künstliche Hornhaut-Prothese erfolgreich implantiert worden.
Mehr erfahren zu: "Pharmaverband warnt: Ethanol-Regulierung für Arzneimittelproduktion steht noch aus" Pharmaverband warnt: Ethanol-Regulierung für Arzneimittelproduktion steht noch aus Der Branchenverband Pharma Deutschland begrüßt das ECHA Votum zum Biozidwirkstoff Ethanol, weist aber gleichzeitig auf die begrenzte Aussagekraft für die Arzneimittelherstellung hin.
Mehr erfahren zu: "Alzheimer: Die Augen als Fenster zur Früherkennung" Alzheimer: Die Augen als Fenster zur Früherkennung Der äußere Bereich der Netzhaut könnte laut einer US-amerikanischen Studie ein Fenster zur Früherkennung der Alzheimer-Krankheit bieten – lange bevor irreversible Hirnschäden auftreten.