Carl Zeiss Meditec: Managerin übernimmt Chefposten28. Mai 2026 Hauptsitz der Carl Zeiss Meditec AG in Jena.Bild:luchschenF-stock.adobe.com Ende 2025 hatte sich die börsennotierte Carl Zeiss Meditec AG überraschend von ihrem Vorstandschef getrennt. Nun ist eine international erfahrene Nachfolgerin gefunden. Eine Frau steht künftig an der Spitze des börsennotierten Jenaer Medizintechnik-Konzerns Carl Zeiss Meditec AG. Bronwyn Brophy O’Connor, die derzeit Vorstandsvorsitzende der Vitrolife Group mit Sitz in Schweden ist, sei vom Aufsichtsrat berufen worden, teilte das Unternehmen in Jena mit. Sie folgt auf Maximilian Foerst, der überraschend Ende 2025 wegen eines Regelverstoßes das Unternehmen verlassen musste. Brophy O’Connor solle auch Vorstandsmitglied des baden-württembergischen Mutterkonzerns Carl Zeiss (Oberkochen) werden. Offen sei derzeit noch, wann sie den Vorstandsvorsitz in Jena antrete. „Der genaue Beginn der Tätigkeit hängt noch von laufenden Verhandlungen mit ihrem bisherigen Arbeitgeber ab“, erklärte Zeiss Meditec. Bis sie übernehme, werde Zeiss-Chef Andreas Pecher das Unternehmen in Thüringen weiterleiten. Zeiss Meditec produziert Laser, OP-Mikroskope, Geräte sowie künstliche Linsen zur Behandlung von Augenerkrankungen. Die Neue mit 25 Jahren Medizintechnik-Erfahrung Der Jenaer Medizintechnik-Konzern kämpft aktuell mit Problemen in seinem wichtigen China-Geschäft und hat ein Kostensenkungsprogramm angekündigt. Von den Einsparungen könnten in den nächsten drei Jahren bis zu 1000 Stellen weltweit betroffen sein, hieß es kürzlich. Die Carl Zeiss Meditec AG gehört zu den umsatzstärksten Industrieunternehmen in Ostdeutschland. Derzeit beschäftigt das Unternehmen im In- und Ausland rund 5800 Mitarbeiter. Bronwyn Brophy O’Connor war nach Unternehmensangaben in der Vergangenheit in verantwortungsvollen Positionen bei international agierenden Unternehmen wie Thermo Fisher Scientific, Medtronic und Johnson & Johnson tätig. Sie verfüge über 25 Jahre berufliche Erfahrung in den Bereichen Medizintechnik und Life Sciences. Ihrem Vorgänger Maximilian Foerst war ein Verstoß gegen den internen Verhaltenskodex der Zeiss-Gruppe vorgeworfen worden. Es gehe um einen Interessenkonflikt im Umgang mit einer Person im internen Arbeitsumfeld, der einige Jahre zurückliege, hieß es.
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